SpVgg Greuther Fürth Union in Fürth – "Endspiel" um den direkten Aufstieg

Die SpVgg Greuther Fürth spielt am Sonntag gegen Union Berlin. Foto: dpa

Für Union Berlin steht ein Endspiel auf dem Programm. Sollten die "Eisernen" bei der SpVgg Greuther Fürth verlieren, ist der Traum vom direkten Aufstieg in die Bundesliga so gut wie geplatzt.

 

Berlin – Nach wechselhaften Monaten schlägt für Union Berlin die Stunde der Wahrheit. Sollte der Fußball-Zweitligist am Sonntag (13.30 Uhr/ Sky) bei seinem Angstgegner SpVgg Fürth verlieren, kann der direkte Aufstieg ad acta gelegt werden. Dann hätten die Köpenicker neun Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten Fürth – bei noch neun ausstehenden Spielen ein kaum zu korrigierender Rückstand.

"Wenn wir verlieren, hat sich Platz zwei erledigt", sagte Unions Spielmacher Torsten Mattuschka der Bild-Zeitung. Teamkollege und Stürmer Sören Brandy schätzt die Lage ähnlich ein, er sagte dem Berliner Kurier: "Wenn wir Fürth nicht schlagen, ist der zweite Platz weit weg."

Das "Endspiel" müssen die Hauptstädter in Fürth bestreiten, bei einer Mannschaft, die den Berlinern immer große Probleme bereitet hat. In den vergangenen sieben Spielen unter Trainer Uwe Neuhaus gab es gegen die Franken sechs Niederlagen und ein Unentschieden. An einen Sieg gegen den Bundesliga-Absteiger kann sich in Köpenick kaum noch jemand erinnern – dennoch soll am Sonntag die Wende gelingen.

"Wir werden versuchen, die Drecksserie gegen Fürth zu zerreißen", sagte Spielmacher Mattuschka gewohnt deftig. Der Kapitän hat zuletzt gegen das Kellerkind FC Ingolstadt mit seinem 13. verwandelten Strafstoß in Folge noch ein mäßiges 1:1 gerettet. "Einige Flüche konnten wir ja auch schon brechen. Wir müssen positiv an die Sache rangehen", sagte Mittelfeldspieler Benjamin Köhler, dessen Vertrag sich gegen Ingolstadt durch seinen 20. Einsatz über 45 Minuten automatisch bis 2015 verlängerte.

Union blickt auf eine durchwachsene Rückrunde. Zwar verlor man nur eins der sieben Spiele, allerdings gab es auch nur einen Sieg aus den letzten fünf Spielen – zu wenig für einen Aufstiegsaspiranten. Zudem meint es das Restprogramm auch nicht gut mit den Berlinern. Fürth, der SC Paderborn, der 1. FC Köln, der Karlsruher SC und der 1. FC Kaiserslautern zählen noch zu den Gegnern – fünf der Top-Sechs-Mannschaften.

"Wir werden es in Fürth erneut versuchen. Wir müssen Stärke vermitteln und unser Spiel durchbringen", sagte Neuhaus am Freitag. Abwehrspieler Fabian Schönheim fehlt wegen der fünften Gelben Karte, für den 27-Jährigen rückt Roberto Puncec in die Innenverteidigung.

Gastgeber Fürth präsentierte sich zuletzt verbessert, siegte gegen den FSV Frankfurt (3:2) und den VfL Bochum (2:0). Verzichten muss Fürths Trainer Frank Kramer am Sonntag auf Nachwuchsstürmer Niclas Füllkrug (Außenbandriss im Sprunggelenk). Die zuletzt angeschlagenen Mergim Mavraj und Wolfgang Hesl sind dagegen wieder fit.

 

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