Am Montagnachmittag wird am Feringasee eine verkohlte Frauenleiche gefunden. Aktuell ist die Spurensicherung vor Ort.

Unterföhring - Riesenschock am Feringasee: Landschaftsgärtner haben bei Mäharbeiten am Ostufer des beliebten Badegewässers in Unterföhring am späten Montagnachmittag einen grausigen Fund gemacht. Auf einem Parkplatz in der Nähe eines Gasthofs lag eine stark verkohlte Leiche. Wie die Polizei bestätigte, handelt es sich um eine Frau.

Der Leichnam ist so stark verbrannt, dass eine Identifikation bis tief in die Nacht nicht möglich war. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an, ein Münchner Bestattungsunternehmen brachte den Leichnam gegen 19.45 Uhr in die Gerichtsmedizin.

Rückstände von Brandbeschleunigern an der Leiche

Jetzt ermittelt die Mordkommission. Der Polizei zufolge fanden sich Rückstände von Brandbeschleunigern an der Leiche. Sie könnte also beispielsweise mit Benzin übergossen worden sein. Vermutlich war die Todesursache aber eine andere. Nach AZ-Informationen weist die Frau auch Spuren von Gewalt im Halsbereich auf, was darauf hindeutet, dass sie erwürgt oder erdrosselt worden ist, bevor sie angezündet wurde.

Ob der Fundort der Leiche auch der Tatort ist, sei bislang noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin der AZ auf Anfrage. "Wir können auch noch nicht sagen, ob die Frau dort schon länger lag oder nicht." Ebenso wenig ist erkennbar, ob es sich bei der Leiche um eine Europäerin handelt oder nicht.

Zu sehen war am Fundort, dem Parkplatz P4, nicht viel – nur ein kleiner Fleck im Gras. Die Spurensicherung war bereits nach wenigen Stunden fertig mit ihrer Arbeit.

Der Schock ist groß in der Umgebung des idyllisch gelegenen Sees. "Gegen 18 Uhr habe ich die Polizeiautos hier gesehen", so der Inhaber der nahegelegenen Gaststätte. Ein Passant sei hereingekommen und habe von den Vorgängen draußen berichtet.

"Gegen 17.15 Uhr habe ich einen Hubschrauber über das Gelände fliegen hören", sagte Hartmut Hoffmann, Vorstand des Kleingartenvereins Unterföhring im Nordwesten des Feringasees, zur AZ. "Aber erst war ich gar nicht beunruhigt, das kommt ja im Sommer immer mal wieder vor, dass jemand vermisst und gesucht wird." In dieser Saison sei dies zwei Mal der Fall gewesen.

"Aber zu wissen, dass hier wohl jemand ermordet wurde, das schockt mich jetzt schon. Sonst ist hier immer alles ruhig und friedlich."

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