Sprungbrett für Regisseure Hofer Filmtage: Zeit für den Nachwuchs - und Fußball

Bereits zum 47. Mal lockt die fränkische Provinz vielleicht nicht die großen Hollywood-Stars, aber dafür zahlreiche Talente - die auch noch kicken dürfen.

 

Hof - Ein Fußballspiel als Höhepunkt eines Filmfestivals? Ungewöhnlich, hat aber bei den Internationalen Hofer Filmtagen, die in diesem Jahr bereits zum 47. Mal stattfinden, seine Tradition. Da duellieren sich der FC Hofer Filmtage und der FC Hofer Filmwelt. Bei den Filmtagen kicken Mitarbeiter und Fans mit, die Elf der Filmwelt besteht aus Schauspielern, Regisseuren und Produzenten - manchmal sogar so großen Namen wie Werner Herzog, Wim Wenders oder Sönke Wortmann.

Doch die Filmstars kommen natürlich nicht allein zum Fußballspielen in die fränkische Provinz. Den Auftakt für die Hofer Filmtage machte in diesem Jahr "Die Frau, die sich traut"; ein Spielfilm von Marc Rensing. Dabei erzählt er die Geschichte einer Leistungsschwimmerin - gespielt von Steffi Kühnert -, die mit 50 Jahren schwer erkrankt und dann ihren Lebenstraum verwirklichen will: Einmal durch den Ärmelkanal zu schwimmen.

Festival-Initiator und -Organisator Heinz Badewitz hat in diesem Jahr rund 130 Filme ausgewählt - vom Dokumentarstreifen über Kurz- bis hin zu Spielfilmen. Der Fokus liegt natürlich wie gewohnt auf dem Deutschen Film, 30 Produktionen kommen aus Deutschland. Zwar geht es Badewitz in erster Linie darum, Talenten eine Bühne zu bieten. Egal, ob Herzog, Wenders oder Tom Twyker, so manch einer wurde als kleiner Name in Hof gezeigt und kam dann groß heraus. Doch auch etablierte Schauspieler wie Peter Lohmeyer und Ulrich Tukur oder "Die Fälscher"-Regisseur Stefan Ruzowitzky kommen zu den Filmtagen vom 22. bis 27. Oktober und lassen sich vom Charme der Provinz und den kultigen Bratwürsten vor dem Central-Kino begeistern.

Jedes Jahr wird ein Regisseur vorgestellt - in diesem Jahr ist es Michael Oblowitz, der 14 seiner Filme präsentiert. Etwa 30.000 Besucher werden nicht nur bei seinen Streifen erwartet, die allerdings keinen Glamour auf dem Roten Teppich geboten bekommen. Sondern ein breites Programm sehen, das Badewitz zusammengestellt hat: "Die Vielfalt des Kinos."

 

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