Spott für den Internetriesen Google: "Team bestens ausgebildeter Affen"

Google ist ein Konzern der Superlative – auch bei der Vernichtung von Börsenkapital.

 

New York - Eine Reihe von Missgeschicken schickte den Aktienkurs in den Keller. Nach der Veröffentlichung des jüngsten Quartalsberichts wurde dadurch ein Börsenwert von 20 Milliarden Dollar vernichtet.

Die jüngsten Quartalszahlen von Google sind enttäuschend. Um zu verhindern, dass Anleger in einer Panikreaktion massenhaft Papiere verkaufen, sollte die Bilanz eigentlich erst nach Handelsschluss bekanntgegeben werden. Analysten und Händler sollten bis zum nächsten Tag Zeit haben, die Zahlen in Ruhe zu bewerten. Aus Versehen schickte die Druckerei das Zahlenwerk aber drei Stunden zu früh los. Innerhalb von Minuten stürzte die Aktie des Suchmaschinenkonzerns um neun Prozent ab. Die Handelsaufsicht zog die Notbremse und stoppte den Handel mit Google-Anteilen.

Als ob das nicht Ärger genug gewesen wäre, brach auch noch das Google-Videoportal YouTube zusammen. Am Donnerstagabend deutscher Zeit war beim Aufrufen der Website nur eine Fehlermeldung zu sehen: „500 Internal Server Error. Etwas ist falschgelaufen. Ein Team von bestens ausgebildeten Affen ist ausgesandt worden, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.“ Nach wenigen Minuten lief Youtube wieder. Für Google gab’s jede Menge Spott. Ein Spaßvogel richtete beim Kurznachrichtendienst Twitter den Account @PendingLarry ein – eine Anspielung auf die Zeile „Zitat von Larry steht noch aus“ („Pending Larry Quote“) in der unvollständigen Google-Mitteilung an die US-Börsenaufsicht. Larry Page ist einer der beiden Gründer und der amtierende Firmenchef von Google. „...oops“, schrieb PendingLarry. „Das passiert, wenn Du Deinen Bericht mit Android einreichst.“ Android ist das Smartphone-Betriebssystem von Google. „Fairerweise muss ich sagen, dass wir unseren Bericht schon gestern Nachmittag bei Google Plus veröffentlicht haben.“ Das war eine weitere Spitze: Googles Soziales Netzwerk gilt als verwaist im Vergleich zu Facebook.

 

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