Sport „Wahnsinniger Charakter“

Der Türöffner: Tiger-Stürmer Brad Leeb (l.) trifft gegen Hannovers Goalie Travis Scott zur beruhigenden 2:0-Führung. Foto: bayernpress

Noris-Cracks gleichen mit zwei Siegen über Ostern 0:2-Rückstand im Playoff-Viertelfinale aus. Am Mittwoch geht’s in Hannover um die Krönung. Fans sind sich einig: „Tigers geben niemals auf“

 

NÜRNBERG Biblisch betrachtet, ist an Ostern Wiederauferstehung. Das scheinen die Nürnberger Eishockey-Profis verinnerlicht zu haben. Denn mit ihren zwei Siegen am Karsamstag und am Ostermontag glichen die Thomas Sabo Ice Tigers den 0:2-Rückstand im Playoff-Viertelfinale (Modus best of five) gegen die Hannover Scorpions aus und haben nun am Mittwoch (19.30 Uhr, TUI Arena) die Chance, mit einem Sieg im entscheidenden Match ins Halbfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft einzuziehen.

"Tiger geben niemals auf"

Am Samstag hatten Petr Fical (16., 53.), Björn Barta (4.), Bad Leeb (11.) und Eric Chouinard (45.) zum 5:2 (3:2, 0:0, 2:0) in Hannover getroffen, gestern sorgten Shane Peacock (30.), Brad Leeb (34.), Barta (51.) und Adrean Grygiel fünf Sekunden vor Feierabend mit einem Schuss in den verlassenen Scorpions-Kasten dafür, dass die 6095 Zuschauer in der Arena Nürnberger Versicherung frenetisch ein 4:1 (0:0, 2:0, 1:0) und ihre Eisheiligen bejubeln konnten. Motto: „Tigers geben niemals auf!“

Warum auch. „Wir waren schon in den ersten drei Spielen die bessere Mannschaft“, deshalb war ich auch ziemlich sicher, dass wir die Serie noch drehen können“, grinste Manager Lorenz Funk nach der Schluss-Sirene. Und dass sie über jede Menge Stehvermögen verfügen, haben die Noris-Cracks auch gestern wieder bewiesen, im „intensivsten der vier Duelle“, wie Trainer Andi Brockmann befand. „Sehr schnell, voll auf den Körper, diszipliniert und mit vielen Chancen und Schüssen auf beiden Seiten. Die Mannschaft hat wahnsinnigen Charakter gezeigt – wie schon die gesamte Saison über.“

"Tore schießen ist immer gut"

Auch, als Hannover durch Chris Herperger (45.) auf 2:1 verkürzen konnte. Die pasende Antwort gab Barta nach sehenswerter Einzelleistung nur fünf Minuten später mit dem 3:1. „Das war unheimlich wichtig“, war nicht nur Brockmann ein Stein vom Herzen gefallen. Der Torschütze selbst war „total happy, dass ich endlich mal wieder getroffen habe. Tore schießen ist immer gut.“ Dabei hatte Barta erst „gar nicht gesehen, dass der Puck über der Linie war, aber die anderen haben gleich gesagt – der war drin.“

„Wir haben jetzt zwei Spiele ums Überleben gekämpft, heute war das Qäntchen Glück auf unserer Seite“, meinte Keeper Patrick Ehelechner, dem Brockmann am Samstag eine Verschnaufpause gegönnt und durch Jimmy Waite ersetzt hatte. „Die Auszeit hat mit gut getan“, so Ehelechner. Brockmann: „Jetzt ist Patrick wieder topfit.“ Während dessen gegenüber Travis Scott „langsam doch ein bisschen müde wird“. Gerhard Schmid

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