Sport Volle Hütte in Fürth: Aber feiern darf St. Pauli nicht!

Volle Hütte und dazu jubelnde Fürther: So wäre die Kleeblatt-Welt am Sonntag schwer in Ordnung. Foto: Wolfgang Zink

Kleeblatt-Trainer Büskens stellt klar: Es gibt keine Aufstiegshilfe für die Kiez-Kicker. Ex-Hamburger Christian Rahn freut sich auf das Sonntag-Duell: „Das wird ein geiles Spiel“. Klar, bei 15.000 Fans

 

FÜRTH Die Saison-Rekordmarke wird in Fürth auf jedem Fall gebrochen! Beim 1:0-Pokalsieg im Achtelfinale über den VfB Stuttgart kamen am 26.Oktober 2009 11.800 Zuschauer, am Sonntag zur möglichen Aufstiegsparty von St. Pauli werden es rund 15.000 sein (Kapazität 15.500), rund 8000 Fans der Kiez-Kicker sind vor Ort. Tollhaus Ronhof, auch mal etwas Neues!

"Es wird auf jeden Fall ein geiles Spiel"

„Ob wir ganz ausverkauft sind, weiß ich nicht, aber wir haben zum Saison-Heimfinale eine volle Hütte“, freut sich Kleeblatt-Trainer Mike Büskens auf das Duell gegen die Hamburger. Der frühere St. Paulianer Christian Rahn weiß schon jetzt: „Es wird auf jedem Fall ein geiles Spiel.“ Und geht es nach Büskens, wird’s ein einseitiger Fußball-Leckerbissen samt eingebautem Punkte-Dreier. Denn: „Ich gönne St.Pauli von ganzem Herzen den Aufstieg. Sie werden auch aufsteigen, aber von uns können sie keine Hilfe erwarten, das muss schon 1860 in Augsburg tun. Wir nicht.“ St.Pauli liegt auf Rang zwei mit drei Punkten Vorsprung vor dem FCA und einer um 14 Treffer besseren Tordifferenz.

Die Schützlinge von Trainer Holger Stanislawski schweben nach dem 6:1-Kantersieg gegen Koblenz mit dem Zweifach-Torschützen Charles Takyi auf Wolke sieben – und mit dem Flieger in Franken ein. Und sie schlagen sich, unabhängig vom Ausgang der Partie, eine weitere Nacht um die Ohren, ehe es Montagfrüh per Flugzeug zurückgeht.

Takyi und Büsken haben schon bei Schalke zusammen gespielt

Neben Rahn steht am Sonntag vor allem Takyi im Blickpunkt. Nach einem eher glücklosen Gastspiel im Ronhof kehrte Charles im Juni 2009 gefrustet ans Millerntor zurück. Der 25-Jährige hatte bei einem Teil seiner Ex-Kollegen den unbedingten Willen im Aufstiegskampf vermisst. Dass Takyi ging, wurmte besonders Freund Sami Allagui, denn Charles gehörte zu seiner Fürther Zeit zum engen Familienkreis.

„Takyi ist heiß, wir sind es auch, es wird spannend,“ schmunzelt Allagui. Und: „Wir telefonieren öfters, aber eine Wette haben wir nicht abgeschlossen. Die Löwen sollen Augsburg schlagen, dann passt es, so oder so.“ Auch Büskens steht auf Takyi: „Ich mag ihn sehr, wir haben bei Schalke sogar in der U23 zusammen gespielt, dennoch werden wir alles tun um zu verhindern, dass sie in Fürth schon den Aufstieg feiern können.“ Matthias Hertlein

Mehr über die SpVgg Greuther Fürth und welcher Franke mit St. Pauli bald in der Ersten Liga kickt, lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Freitag, 30. April.

 

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