Sport Trainer Heckings Machtwort: Gündogan bleibt beim Club!

Unverzichtbar für den Klassenverbleib: Club-Trainer Dieter Hecking setzt auf Ilkay Gündogan. Der Jungregisseur darf auch im Winter nicht gehen. Foto: Wolfgang Zink

Auch im Winter darf die junge Mittelfeld-Perle nicht gehen. Gegen Freiburg ist Ilkay aber nicht dabei: Hautausschlag und grippaler Infekt

 

NÜRNBERG Trotz aller Vorfreude auf die Heimpremiere: Ganz ohne Kummer geht es beim Club wohl nie! Beim wichtigen ersten Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg fällt Nachwuchsregisseur Ilkay Gündogan aus. Die Vorahnung von FCN-Trainer Dieter Hecking hat sich leider bestätigt: „Ilkay kann definitiv nicht spielen.“ Eine unangenehme Mischung aus Hautausschlag und grippalem Infekt zwingt den Edeltechniker zu einer unfreiwilligen Pause.

"Seit Wochen nichts aus Hoffenheim gehört"

Dumm gelaufen. Oder alles nur Theater? Will der Club seine Mittelfeld-Perle vor dem Ende dem Transferperiode am kommenden Dienstag vorsichtshalber aus dem Schaufenster nehmen, damit die Hoffenheimer nicht doch noch auf dumme Ideen kommen? Beispielsweise die berühmte Schmerzgrenze, die laut FCN-Präsident Franz Schäfer bei zehn Millionen Euro liegt, auszureizen. „Nein“, sagt Hecking. „Wir haben noch nicht einmal ein Angebot aus Hoffenheim vorliegen und auch schon seit zwei Wochen nichts von dort gehört.“

Selbst wenn, wäre es wohl zwecklos. Das Machtwort, das auch FCN-Manager Martin Bader in Gladbach erneut bestätigt hatte, hat Hecking nun vorsichtshalber auch auf die komplette Saison ausgedehnt. Bis zur nächsten Transferperiode im Winter ist es noch lange hin. Aber Hecking sagt jetzt schon: „Ich werde Ilkay auch dann nicht abgegeben.“

Den Grund für das Club-Veto formuliert Bader: „Wir haben uns entschieden, ein wirtschaftliches Risiko einzugehen. Der Klassenverbleib steht im Vordergrund – und dafür brauchen wir Ilkay.“

Keine Angebote für Boakye und Vidosic

Isaac Boakye und Dario Vidosic dagegen nicht. Beide hätte man gerne rasch von der Gehaltsliste. Während Bader hofft, den Australier – wie schon Kollege Matthew Spiranovic im Winter – in der japanischen J-League unterzubringen, sieht es bei Boakye doch nicht mehr nach einem kurzfristigen Happy End aus.

Zweitligist Karlsruhe hätte den Ghanaer gerne verpflichtet (AZ berichtete), konnte aber sein Gehalt nicht stemmen. Und auch die „ein, zwei Geschichten im Ausland“ (Bader) haben sich offenbar zerschlagen. Hecking: „Es sieht nicht danach aus, dass uns die beiden jetzt noch verlassen werden.“ Überraschungen sind freilich weder bei Boakye und Vidosic völlig ausgeschlossen, noch bei Gündogan. Krischan Kaufmann

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