Sport Tiger-K.o. in der Kühlbox

Handfeste Meinungsverschiedenheit zwischen Wolgsburgs Jeff Hoggan (links) und Tiger Eric Chouinard. Foto: Zink/cp24

Bei der 1:3-Niederlage in Wolfsburg kassierten Nürnbergs Eishockey-Profis alle drei Gegentreffer in Unterzahl. Tim Schüles Ausgleichstor zum 1:1 reichte nicht. Ehelechner erst in Iserlohn wieder fit

 

WOLFSBURG „Auswärts tun wir uns im Moment etwas leichter“, hatte Trainer Andreas Brockmann angesichts von zuletzt drei Heimpleiten in Folge letzte Woche gemutmaßt. Doch in der Fremde gab es gestern Abend für die Thoas Sabo Ice Tigers nicht zu erben – 1:3 (0:0, 1:1, 0:2) in Wolfsburg.

Allzu viel Hoffnung auf ein Comeback des an der Leiste lädierten Patrick Ehelechner hatte sich Brockmann eh nicht gemacht („Die Chancen stehen 30:70“). Mit Recht. Nach dem Abschlusstraining entschied Nürnbergs Nummer eins: „Ich bin noch nicht so weit, aber am Donnerstag in Iserlohn bin ich bestimmt wieder dabei.“

Beim Raufen ging das Eis kaputt

Und deshalb war Sebastian Stefaniszin hautnah dabei, als im ersten Drittel ein Wolfsburger Angriff nach dem anderen auf den Nürnberger Kasten zurollte – freilich ohne wirklich Angst und Schrecken zu verbreiten. Im Gegenteil. Die beiden hochkarätigsten Chancen hatten die Noris-Cracks. Jeweils durch Vitalij Aab (12., 16.) – doch beide Male reagierte „Wölfe“-Keeper Jochen Reimer sensationell. Torlos ging’s also in die erste Pause – und gut eineinhalb Minuten zu früh. Grund: Bei einer handfesten Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten hatte das Eis vor dem Nürnberger Tor Schaden genommen.

Stefaniszin im Brennpunkt

Der konnte aber repariert werden. Und schon stand Stefaniszin zwei Mal im Brennpunkt, doch der Ehelechner-Vertreter ließ nichts anbrennen. Allerdings auch keine Chance, als Jason Ulmer bei Nürnberger Unterzahl (Rob Leask brummte in der Kühlbox) aus einer unübersichtlichen Situation heraus Wolfsburg 1:0 in Führung schoss (24.).

Schüles Knaller unter die Torlatte

Was bei den Ice Tigers freilich keineswegs zu einer Art Schockstarre führte. Im Gegenteil. Nach einem Konter über Ryan Bayda und Alexander Oblinger behielt Tim Schüle den Durchblick und knallte den Puck humorlos unter die Latte – 1:1 (28.). Auftakt zu einem nun offenen Schlagabtausch.

Der im letzten Akt freilich durch allzu viele Strafzeiten gegen die Tigers (insgesamt 26 plus zehn für Leask) der mitunter konfusen Referees um Roland Aumüller (Planegg) entscheidend beeinflusst wurde. Beim 1:3 durch durch Ken Magowan (43.) hatten die Nürnberger zwei, beim 1:3 (54.) durch Jan-Axel Alavaaara einen Mann weniger auf dem Eis. G. S. / A.H.

 

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