Sport Ottl als Chef, Breno mit Luft nach oben

Sofortige Anweisungen, wenn einer mal übermütig wurde: Club-Trainer Dieter Hecking beim Sieg gegen Duisburg. Foto: jüra/zink

Heckings Handschrift beim 1:0-Sieg gegen Duisburg klar zu sehen

 

BELEK Der Neue schlüpfte sofort in die Chefrolle. Dafür wurde Bayern-Leihgabe Andreas Ottl ja auch geholt. Der 24-jährige Mittelfeld-Stratege bescherte sich und Neu-Trainer Dieter Hecking einen gelungenen Einstand beim 1:0-Testsieg gegen Zweitligist MSV Duisburg vor 240 Zuschauern. Torschütze: Albert Bunjaku per Elfmeter (32.).

Hecking: "Es geht nicht um Hurra-Stil"

Rundum zufrieden konnte Hecking freilich nicht sein. Denn seine endlich defensiv kompakt auftretenden Schützlinge verpassten es mehrfach, für klare Verhältnisse zu sorgen. Panik vor dem Tor – das alte Leid. Ex-Stürmer Hecking gelassen: „Schlimm wäre gewesen, wir hätten uns den Sieg durch einen Elfmeter zurecht gewürgt. Aber im Spiel nach vorne haben wir teils zu lange gebraucht. Doch es geht nicht um Hurra-Stil, sondern um Ordnung in jeder Situation.“

Die war nahezu gegeben. Die wenigen „übermütigen“ Augenblicke korrigierte Hecking sofort per Anweisungen an den jeweiligen „Sündenbock“. Sein Fazit: „Wir haben zu Null gespielt, uns ein Erfolgserlebnis geholt. Das ist sehr wichtig, auch wenn es nur gegen einen Zweitligisten war, dem wir nichts gestattet haben.“

Breno muss sich steigern

Den „Zebras“ fehlten allerdings ihre Torjäger Sören Larsen und Sandro Wagner (je fünf Saisontreffer). Ein Kopfball von Ex-Cluberer Nicky Adler, der Breno locker übersprang, war die Ausnahme. Bei Breno, der zweiten Bayern-Leihgabe, ist also im wahrsten Sinne des Wortes Luft nach oben.

Taktische Disziplin nach Heckings Vorstellung – Doppel-Sechs (anfangs Joe Mnari neben Ottl, später dann der schwache Thomas Broich), aggressives Pressing, hohe Laufbereitschaft – sind noch nicht perfekt. Aber die Handschrift des Übungsleiters ist klar zu erkennen. MaC

Mehr über den Club und was im Trainingslager in Belek sonst noch los war, lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Donnerstag, 7. Januar.

 

0 Kommentare