Sport Neu: Bundeszentrum für Behinderten-Rudern

Münchens Sportamtsleiter Thomas Urban(links) und der Vorstand des neuen Fördervereins „Gemeinsam Rudern“ mit (von links) Thea Straube, Diana Stachowitz, Casimir Katz, Martina Schröpfer und der Vorsitzende Thomas Stamm. Foto: wbo

Der neue Förderverein "Gemeinsam Rudern" bereitet das ehrgeizige Projekt vor. Es gibt großen Bedarf dafür

Feldmoching/Oberschleißheim - Die Olympia-Regattaanlage in München-Oberscheißheim ist auf dem Weg, das Bundeszentrum für das Behindertenrudern (Para-Rowing) zu werden. Gleichzeitig wird dort neu Inklusions-Rudern für Schulen und Freizeitsport aufgebaut. Der Deutsche Ruderverband (DRV) hat zugesagt, das zu unterstützen. Es solle alles Nötige dafür eingeleitet werden. Um dafür die Basis zu errichten, wurde jetzt auf einer hochkarätig besetzten Versammlung ein Förderverein „Gemeinsam Rudern“ gegründet.

Damit ist für die Zukunft der Olympiaregattaanlage in Oberschleißheim ist der nächste wichtige Schritt getan. Münchens Sportamtsleiter Thomas Urban ist mit von der Partie. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Bayerischen Ruderverbandes, Thomas Stamm, und dem Vorstand der Rudergesellschaft München (RGM 72) hat er den Verein und die Initiative für ein Bundeszentrum vorbereitet. „Es wäre doch eine Schande, wenn so eine tolle Anlage keine Zukunft hat“, sagte Urban unter dem Applaus der mehr als 30 Gründungsmitglieder. Darunter: Vorstandsmitglieder des Deutschen und Bayerischen Ruderverbands und des Bayerischen Landessportverbands.

„Für Bayern ist es ein Glücksfall, dass der Deutsche Ruderverband den Schwerpunkt für Para-Rowing nach München verlegt“, meint Thomas Stamm.

Der neue Aufbau-Verein „Gemeinsam Rudern“ steht auf drei Säulen, damit Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam im Boot sind: Vereins- und Breitensport, Schulsport (da hat eine Gruppe am Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau um ihren Lehrer und Trainer Thomas Hücherig hervorragende Vorarbeit geleistet), und drittens Leistungssport. „Dafür haben wir am Leistungszentrum ideale Voraussetzungen“, sagt BRV-Präsident Thomas Stamm.

„Von München aus wird für Para-Rowing Basisarbeit geleistet“, sagt Anke Molkenthien (FOTO), Silbermedaillengewinnerin bei den Paralympics 2012 in London: „Es gibt in Deutschland einen gewaltigen Aufholbedarf im Handicap-Rudern.“. Die Nationalmannschaft wird sich dieses Jahr an der Olympia-Regattaanlage auf die Weltmeisterschaft in Südkorea vorbereiten.

„Unser Ziel ist es, dass neben dem Inklusionsport mit Schulen und den Vereinen hier auch regelmäßig Kadersportler trainieren“, so Thomas Stamm. Ähnlich wie es die Kanuten hier vorbereiten. Der Bayerische Ruderverband wird die Arbeit mit einem Landeshonorartrainer unterstützen. Mit Eva Wöstemeyer hat sich eine ehemalige Nationalmannschaftsruderin als Projektleiterin angeboten. Sie wird sich ehrenamtlich um die sportlichen Strukturen kümmern. Die Rudergesellschaft München ist der Anschieber und Partner des Projekts. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass hier etwas sehr Konstruktives passiert“, so die RGM-Vorsitzende Christine Katz.

Der Vorstand des neuen Fördervereins „Gemeinsam Rudern“:

Vorsitzender BRV-Präsident Thomas Stamm, seine Stellvertretersind die RGM-Ruderinnen Thea Straube (Verwaltung) und Martina Schröpfer (Finanzen), Kassenprüfer sind die Landtagsabgeordnete Diana Stachowitz und Casimir Katz (RGM).

Para-Rowing und Inklusion wird es auch im Jugendbereich geben. Die Dachauer Gymnasiastinnen (und RGM-Ruderinnen) Melani Schain und Franziska Eckert (Foto) und ihre Mitschüler haben dafür am ITG ein Konzept erarbeitet. Beim Schulvergleichswettkampf am 15. Juli wollen sie das im Kleinen praktisch ausprobieren. Ihr Ziel: Ein „Jugend trainiert für die Paralympics“ im Rudersport zu initiieren. „Um das bundesweit zu organisieren, habt ihr die volle Unterstützung der Deutschen Ruderjugend“, versprach deren Vorsitzender Moritz Petri. Die Mädchen sind überglücklich.

Interessenten wenden sich an info@rgm72.de oder an thomasstamm@aol.com

 

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