Sport Lorant jetzt in der Bezirksliga

Werner Lorant (59) ist in China beim FC Liaoning gefeuert worden. Lange arbeitslos war er aber nicht. Lorant trainiert jetzt Ata Spor in der Bezirksliga Foto: dpa

Und wieder einmal: Werner Lorant, Ex-Löwen-Coach, ist in China nicht glücklich geworden. Beim FC Liaoning wurde er nach nur drei Monaten gefeuert. Lange arbeitslos war er nicht. Am Freitag schon betreut er den Bezirksligisten Ata Spor.

MÜNCHEN In der Mannschaftskabine der SpVgg Unterhaching haben sie sich in den letzten Monaten einen Spaß gemacht, und immer die aktuellste Tabelle der Chinese Super League aufgehängt, um genau zu verfolgen, wie es Ex-Trainer Werner Lorant (Februar bis Oktober 2007) in China beim FC Liaoning so ergeht. Jetzt können Tyce, Bucher & Co. die Tabelle, die Lorants Klub als Letzter führt, wieder abhängen.

Der siebenmalige chinesische Meister zog die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt und feuerte Lorant.

Die Version des 59-Jährigen hört sich freilich anders an. Zur AZ sagte er: „Ich habe hingeworfen und gekündigt. Das hat keinen Spaß mehr gemacht.“ Lorants Begründung: „Wegen Olympia ist jetzt acht Wochen Pause, die Stadien sind alle gesperrt. Und auf acht Wochen Trainingslager habe ich keine Lust. Karten für Olympia habe ich auch keine bekommen.“

Dabei war Lorant, als er im April den Job in Fernost annahm, noch voller Eifer. „In China gibt es sehr gute Fußballer, die sind dort alle sehr fleißig, anders als in Deutschland. Zudem ist in China durch die Olympischen Spiele eine große Aufbruchstimmung zu spüren“, sagte er damals.

Die wird er jetzt aber nicht mehr miterleben. Denn Lorant sitzt schon wieder daheim in Oberdorfen und wartet auf neue Angebote.

Und bis sich ein neuer, größerer Klub meldet, trainiert Lorant nun erstmal den Bezirksligisten Ata Spor. Der Klub aus Berg am Laim verpflichtete Lorant bis zum Winter. "Werner macht das aus Freundschaft zu mir", sagte Ata Spors Präsident Mustafa Cukur.

In China hielt es den früheren Kult-Trainer der Löwen dagegen nur drei Monate. In der Türkei war zuvor schon nach 56 Tagen und sechs Spielen mit sechs Niederlagen Schluss gewesen.

Oliver Griss

 

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