Sport Likens lässt die Ice Tigers wieder jubeln

Es darf gejubelt werden! Eistiger Vitalij Aab (rechts) freut sich erst mit Eric Chouinard über sein Tor zum 1:0 – und konnte anschließend einen verdienten 3:2-Sieg bei den Hannover Scorpions feiern. Foto: nordphoto

Der Nürnberger Abwehrrecke erzielt beim 3:2 in Hannover den Siegtreffer. Vitalij Aab und Brad Leeb hatten vorgelegt. Torhüter Patrick Ehelechner hält wieder einen Penalty.

 

HANNOVER Zwei Niederlagen in Folge (2:3 gegen Iserlohn, 0:5 in Düsseldorf) hatten die Thomas Sabo Ice Tigers zum Außenseiter gemacht vor dem Auswärtsspiel beim DEL-Tabellenführer Hannover Scorpions. Doch immer, wenn keiner einen Cent auf die Noris-Cracks wettet, schlagen sie zu. Mit einem verdienten 3:2 (1:0, 1:2, 1:0) landeten die Eistiger gestern vor 4113 Zuschauern wieder einen Dreier – und kletterten zurück auf Rang zwei, punktgleich hinter Hannover (je 42).

Die Revanche in Düsseldorf für die am 15. Oktober erlittene 0:9-Heimpleite gegen die DEG ging bekanntlich in die Hose, die Nürnberger Puckjäger kassierten letzten Sonntag ihre zweite Saisonniederlage gegen die Cracks vom Rhein. Dafür sollten die Hannover Scorpions büßen, denn auch der aktuelle Meister hatte beim ersten Vergleich mit einem 3:2 in der Noris die Punkte einkassiert.

Aabs 1:0 die Belohnung für konzentriertes Arbeiten

Reisestress hin oder her, der Nürnberger Tross war direkt von Düsseldorf aus nach Niedersachsen weiter gereist – die Tiger-Meute legte entsprechend motiviert los. Konzentriert, kontrolliert und – wie von Trainer Andreas Brockmann gefordert auch diszipliniert – übernahmen die Brockmänner nach einem ersten Abtasten das Kommando.

Und sie zeigten Zug zum Tor. Die Belohnung: bei personeller Überzahl war Vitalij Aab zur Stelle, traf zum 1:0 (6.), nachdem Scorpions-Torhüter Jonas Langmann erst den Schuss von Jeff Likens und auch den zweiten Versuch von Eric Chouinard noch hatte parieren können. Einziges Manko wieder: Es wurde versäumt nachzulegen. Etwa von T.J. Kemp, der aus drei Metern übers Hannoveraner Tor zielte (14.).

Drei Tore bei Überzahl - eine perfekte Quote

Die Scorpions also längst nicht geschlagen. Aber wohl mit Wut im Bauch und nach dem ersten Pausentee um einiges stärker, respektive jetzt wie erwartet auf Augenhöhe mit den Noris-Cracks. Erst recht nach dem 1:1-Ausgleich von Matt Dzieduszycki (25.). Nürnbergs Antwort folgte prompt – Brad Leeb brachte die Tiger vier Minuten später bei Überzahl mit 2:1 wieder in Führung. Aber auch Hannover beherrscht das Spiel mit einem Mann mehr. Beweis: als Sean Blanchard auf der Strafbank brummte, tauchte Tore Vikingstad zur richtigen Zeit vor Tiger-Goalie Patrick Ehelechner auf, als der einen Kracher von Sascha Goc nur abprallen lassen konnte (32.).

2:2, der letzte Akt versprach wieder mal ein Kufen-Krimi zu werden. Aber diesmal hatten Brockmanns Eismänner auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Für ein Happy End sorgte in der 49. Minute Abwehrrecke Jeff Likens. Und wieder war es ein Überzahltreffer (!), den Eric Chouinard und Dusan Frosch perfekt vorbereiteten. Maßgeblich am Erfolg beteiligt erneut Keeper Ehelechner, der auch in Hannover wieder zum Penalty-Killer wurde, als er im Duell Mann gegen Mann Sieger gegen Matt Dzieduszycki blieb (56.). Michael Rupp

 

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