Sport Knacken die Tiger Wolfsburgs Beton?

Steht in der Kritik: Tigers-Keeper Patrick Ehelechner, rechts, er trifft heute auf seinen Wolfsburger Kontrahenten Daniar Dshunussow. Foto: bayernpress

DEL-Spitzenreiter hat die mit Abstand stabilste Defensive der Liga. Und Nürnberg vor dem Heimspiel heute gleich zwei Probleme: „Wir kassieren einfache Gegentreffer und brauchen zu viele Chancen“

 

NÜRNBERG Keine Frage: Mit mickrigen 88 Gegentreffern in 41 Spielen verfügen die Grizzly Adams Wolfsburg über die mit Abstand stabilste Defensive in der DEL. Kein Wunder also, dass die „Wölfe“ ziemlich klar an der Tabellenspitze stehen und den Einzug in die Playoffs so gut wie sicher in der Tasche haben. Und einen Lauf haben die Niedersachsen momentan auch. Zuletzt setzten sie sich klar mit 5:2 bei den Kölner Haien durch – Wolfsburgs sechster Sieg in Folge.

Heute (19.30 Uhr, Arena Nürnberger Versicherung) wollen die „Wölfe“ bei den Thomas Sabo Ice Tigers erneut kräftig zubeißen, haben die doch ihre beiden letzten Partien in den Sand gesetzt – 4:7 gegen Düsseldorf, 1:4 bei den Berliner Eisbären. Für Nürnbergs Trainer Andreas Brockmann zwar kein Beinbruch, denn „in Berlin kann man durchaus schon mal verlieren.“

"Wir kassieren momentan sehr einfache Tore"

Man muss allerdings auch die Lehren daraus ziehen. Und da sieht Brockmann gleich doppelt Bedarf. „Wir kassieren momentan sehr einfache Gegentore“, hat der Tiger-Dompteur ein aktuelles Grundübel klar erkannt. Und das zweite? „Wir brauchen zu viele Chancen, müssen um jeden Treffer hart kämpfen.“ Und wenn Chefkanonier Eric Chouinard Ladehemmung hat, wird das Toreschießen doppelt schwer.

So gesehen wär’s durchaus hilfreich, wenn Nürnbergs Defensivabteilung (128 Gegentreffer) heute möglichst wenig Flurschaden zulassen würde, damit die Abteilung Attacke nicht unnötig unter (Erfolgs-)Druck gerät und das Nervenzipperlein kriegt, wenn wieder mal ein Schuss daneben geht.

Eigentlich ein Fall für Patrick Ehelechner. Doch Nürnbergs Nationaltorhüter scheint laut Brockmann derzeit ein wenig die richtige Betriebstemperatur abhanden gekommen zu sein. „Wenn er richtig heiß ist, gewinnt er uns die Spiele“, weiß Brockmann. Ob Ehelechner der neuverpflichtete Keeper Petr Prikryl – zumindest von außen – etwas einheizen kann? gs

 

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