Sport Kleeblatt: Freigabe für Allagui und Loboué

Stephan Loboué (l.) und Sami Allagui, wohl letztmals gemeinsam auf dem Nürnberger Volksfest, denn der Torhüter will am Saisonende weg, er hat das Bankdrücken satt. Foto: Wolfgang Zink

DFB stellt Ermittlungen gegen den Stürmer ein und die SpVgg lässt ihren wanderwilligen Keeper ziehen

 

FÜRTH Das waren zwei schöne Paukenschläge vor der Fürther Hausaufgabe heute (18 Uhr) gegen Paderborn. Stephan Loboué wird den Verein zum Saisonende verlassen und das Verfahren gegen Stürmer Sami Allagui, vom DFB-Kontrollausschuss nach haariger Rangelei beim 1:1 gegen Duisburg am letzten Wochenende eingeleitet, wurde eingestellt. „Das freut mich“, kommentierte Trainer Mike Büskens Samis Freigabe, der nun gegen Paderborn, das, laut Büskens, „eine sehr, sehr gute Saison spielt“ stürmen kann.

Nationalteam Südafrikas eingeladen

Und das vor den Augen der Nationalmannschaft Südafrikas. Der WM-Gastgeber trainiert derzeit in Herzogenaurach und ist eingeladen.

Grün verdrängte Loboué in Rekordzeit

Loboué dagegen sieht sich ausgebootet, wird auch heute gegen Paderborn wieder nur auf der Bank sitzen. Der 28-jährige Keeper, in Fürth mit einem Vertrag bis 2012 ausgestattet, zieht die Konsequenzen aus seinem Reservisten-Dasein. Als er verletzungsbedingt am 14.Februar gegen die Löwen (1:2) fehlte, sprang die die eigentliche Nummer drei, Max Grün, ein. Und der 23-Jährige blieb dank hervorragender Leistungen im SpVgg-Tor. Zum Leidwesen von Loboué.

"Legen Lobo keine Steine in den Weg"

Fürths Manager Rachid Azzouzi: „Loboué hat sich in sechs Jahren hier Verdienste erworben. Deshalb werden wir ihm, wenn er einen neuen Verein findet, keine Steine in den Weg legen. Er sucht eine neue sportliche Herausforderung, das akzeptieren wir.“

"Fürth ist für Tommy Herzensangelegenheit"

Nämliche Herausforderung sucht auch Thomas Kleine, der aus Gladbach für zunächst zwei Jahre nach Fürth zurückkehrt (AZ berichtete exklusiv). Büskens: „Nach unserem Gespräch hat er sich binnen 24 Stunden für uns entschieden. Das war für ihn eine Herzensangelegenheit, obwohl Tommy lukrativere Angebote hatte. Für uns ist es ein Erfolg, wenn wir so einen Spieler verpflichten können.“

Büskens: Warum können beide nicht zusammenspielen?

Und kann im Zuge dessen Marino Biliskov, dessen Vertrag ausläuft, gehen? Mitnichten, glaubt man Büskens. „Warum können die nicht zusammenspielen? Es sind erfahrene Haudegen, die sich bewährt haben. Wenn man höhere Ziele hat, braucht man einfach Qualität im Kader.“

Trainer will noch bestmöglichen Platz erreichen

Die kann Käpt’n Bili heute wieder beweisen. Büskens: „Wir wollen gegen Paderborn die drei Punkte und in Tabelle noch den bestmöglichen Platz erreichen.“Matthias Hertlein

 

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