Sport Kleeblatt: DFB-Pokal als Trostpflaster?

Beim 0:2 bei Hertha BSC war es nichts mit einem Sieg: Diesen wollen Kapitän Thomas Kleine und Sercan Sararer (r.) am Dienstag im Pokal gegen den FC Augsburg nachholen. Foto: Wolfgang Zink

Jedenfalls hat Fürths Trainer Büskens mit seiner Mannschaft im Cup-Wettbewerb noch viel vor – und zudem steht eine Menge Geld auf dem Spiel

 

FÜRTH Mike Büskens will in dieser Saison noch ein Mal nach Berlin, der Kleeblatt-Trainer hat dabei den 21.Mai 2011 im Auge. Er will mit seiner Mannschaft ins Pokal-Finale.

„Warum sollen wir da nicht hinkommen“, so der Coach vor der Pokal-Hausaufgabe am Dienstag (19 Uhr) gegen den Liga-Konkurrenten FC Augsburg. „Die Teilnahme an einem Pokalfinale muss für jeden Fußballer ein Traum sein. Und diesen kann man sich erfüllen. Dazu bedarf es aber einen Sieg gegen Augsburg.“

Zuletzt war Büskens im Mai 2001 und 2002 zwecks Finale im Berliner Olympiastadion, wurde als Co-Trainer mit Schalke 04 Pokalsieger. 2001 gab es ein 2:0 gegen den damaligen Regionalligisten Union Berlin. Im Jahr darauf besiegten die Schalker Bayer Leverkusen mit 4:2.

Büskens kann Pokal-Geschichte erzählen

Mit Geschichten und Gefühlen rund um diese beiden erfolgreichen Finalspiele kann Büskens seine Profis entsprechend auf das Augsburg-Spiel einstimmen, Thomas Kleine und Kollegen mächtig motivieren. Vorbild Union: „2001 hatten wir uns für die Champions League qualifiziert, unser Final-Gegner Union schaffte es dadurch in den internationalen Wettbewerb.“

Das jüngste Fürther Gastspiel in Berlin, das 0:2 am letzten Freitag bei Spitzenreiter Hertha BSC, war gestern bereits überwiegend abgehakt. „Wir können als Greuther Fürth ja nicht erwarten , dass wir alle Spiele gewinnen. Das wäre vermessen. Am Freitag haben wir letztendlich verdient bei Hertha verloren, weil wir nicht an uns geglaubt haben.“

"Killerinstinkt hat uns gefehlt"

Und weil Nico Müller beim Stand von 0:0 eine 100-prozentige Chance freistehend vermasselte. „Ich habe zu 80 Prozent das Spiel verloren“, nahm Müller zerknirscht alle Schuld auf sich. Büskens dazu: „Nico muss ganz klar das Tor machen, dann hätten wir das Spiel gewinnen können. Wobei der Sieg nicht verdient gewesen wäre, so ehrlich muss man auch sein. Der Killerinstinkt hat uns gefehlt.“

Vielleicht klappt’s damit ja am Dienstag gegen den FCA. Büskens: „Augsburg hat gegen Union Berlin sehr kurios 2:1 gewonnen, aber sie haben viel dafür investiert. Wir müssen morgen auch verdammt viel investieren, damit wir sie schlagen.“ Nicht nur, damit der nächste Schritt in Richtung Berlin getan wird, sondern auch für die Kasse. 250000 Euro gibt’s für den Sieg und in Pokalrunde drei winken dann satte 531250 Euro. Schon deshalb werden die Fürther Gas geben – weil Präsident Helmut Hack im Erfolgsfall mit den Prämien großzügiger ist. Matthias Hertlein

 

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