Sport Kleeblatt-Büskens: Ja zu Allagui und Mauersberger

Sami Allagui (links) und Jan Mauersberger werden auch in der kommenden Saison bei der SpVgg Greuther Fürth die Fußballschule schnüren, glaubt Trainer Mike Büskens. Foto: Wolfgang Zink

SpVgg-Trainer will beide halten – und die Qualität im Kader weiter erhöhen

 

FÜRTH Keine Angst vor Aachens Fußball-Narren! Wider dem tierischen Ernst setzt Mike Büskens am Neuen Tivoli (Samstag, 13 Uhr) auch ohne Karnevals-Orden voll und ganz auf Sieg. „Wir streben dort einen Dreier an, weil wir zuletzt zu viel haben liegen lassen“, fordert der Trainer von Greuther Fürth.

"Kann nicht sein, dass jeder seinen Egoismus auslebt"

Um diesem Ziel Nachdruck zu verleihen, wurde der Coach im Training jüngst sehr laut. „Es gibt immer Phasen, in denen es was zu bemängeln gibt. Wir sind schwer zu schlagen, wenn wir als Mannschaft zusammenarbeiten. Wir leben von unseren Teamgeist, nicht vom Diskutieren. Und da geht es nicht, dass jeder seinen Egoismus ausleben und eigene Interessen in den Vordergrund stellen kann - und das musste ich ansprechen.“

Spekulationen um Jan und Sami amüsieren Trainer

Locker bleibt der Trainer beim momentanen Luxusproblem in Sachen Personal. Die Spekulationen (AZ berichtete) um den Verbleib von Innenverteidiger Nummer drei Jan Mauersberger (Vertrag bis 2012) und Stürmer Sami Allagui (2011) amüsieren ihn mehr, als dass sie ihn quälen.

Mit Kleine-Rückkehr wird Konkurrenzkampf verstärkt

Büskens: „Wir haben mit zehn Gegentoren die beste Abwehr der Rückrunde, warum soll ich eine Sache ändern, die funktioniert. Ich verstehe ja den Jan, dass er sich Gedanken macht, aber er muss mit der Sache klar kommen. Ich bin froh, dass ich ihn habe. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, warum wir ihn abgeben sollten, wir wollen doch die Qualität im Kader erhöhen.“ Mit der Rückkehr von Thomas Kleine aus Gladbach wurde vorab die Konkurrenz-Situation weiter verschärft.

"Das ist alles Wischiwaschi"

Deswegen will Büskens auch Allagui nicht vorzeitig gehen lassen. Der Coach: „Fakt ist, Sami hat die Qualität für die Bundesliga. Aber Fakt ist auch, Sami hat Vertrag. Er ist für uns ein wichtiger Spieler, auch in der kommenden Saison - und wir haben nicht den Druck, ihn zwingend verkaufen zu müssen. An den ganzen Spekulationen beteilige ich mich nicht, das ist alles Wischiwaschi!“

Fürths Trainer ist aber auch ein Mann klarer Worte, was den Gegner betrifft: „Die Alemannia ist eine Mannschaft, die an ihren eigenen Erwartungen gescheitert ist. Sie durchschreitet jetzt ein kleines Tal, aber ich bin sicher, dass sie da schnell wieder rauskommt.“ Das muss ja nicht unbedingt schon am Samstag sein.

Stadt rettet Alemannia vor Insolvenz

Ein finanzieller Neuanfang am Tivoli scheint gemacht: Die Stadt Aachen übernahm eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 5,5 Millionen Euro, dadurch konnte fürs erste die drohende Insolvenz abgewendet werden.Matthias Hertlein

 

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