Sport Ice Tigers: Meister? Warum nicht!

Vorfreude pur auf die neue Saison: Tiger-Trainer Andreas Brockmann und Manager Lorenz Funk (rechts). Foto: bayernpress

Bei den Kufencracks herrscht im Trainingslager in Bad Tölz beste Stimmung. Elf Neuzugänge – „alles sympathische Kerle“, sagt Dauerbrenner Grygiel. Funk rundum zufrieden

 

BAD TÖLZ Es gab Zeiten, da hatten die Ice Tigers nichts zu lachen. Doch seit Thomas Sabo 2009 den Finanz-K.o. verhinderte und das Ruder übernommen hat, ist alles wieder im Lot. Die Finanzen passen und an allen Fronten herrscht prächtige Stimmung. Auch im Bad Tölzer Trainingslager, wo sich die Noris-Cracks seit Montag auf die neue Eiszeit einstimmen. „Es läuft gut“, strahlt Manager Lenz Funk. Und nachdem mit Sean Blanchard auch der letzte Tiger gestern Mittag eingetroffen ist, sind „alle Mann an Bord und jeder zeigt sich sehr motiviert“. Einzig ein „guter Mittelstürmer“ steht noch auf Funks Wunschliste. „Doch wir machen uns da keinen Druck. Wir schlagen nur dann zu, wenn wir einen finden, der uns richtig weiterbringt.“

"Wir schauen nur auf uns"

Die gute Stimmung bestätigen auch Björn Barta und Adrian Grygiel. „Unsere Neuen sind sympathische Kerle und langsam werden sie auch locker“, verrät Grygiel, der seine fünfte Saison in Nürnberg absolviert und nach Greg Leeb (geht ins sechste Jahr) dienstältester Tiger ist. Froh ist Grygiel, dass er „bei einem soliden Klub“ seinem Job nachgehen kann. Das Chaos etwa um die Hannover Scorpions oder auch das Aus der Frankfurt Lions „wirft ganz bestimmt kein gutes Licht auf unseren Sport“, weiß der Stürmer.

Über die Lage der Liga wird zwar diskutiert, doch vordergründig „schauen wir auf uns“, sagt Grygiel. Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Nürnberger Eismännern auch nicht. Nachdem jetzt auch Andreas Brockmann von seiner Trainer-Fortbildung in Füssen zurück ist, „wird die Schlagzahl erhöht, wir müssen ja unseren Apparat in Gang bringen“, so Grygiel.

Charakter ist gefragt - wie schon letzte Saison

„Wir gehen positiv in die Saison. Die Abgänge wurden adäquat ersetzt, und auf manchen Positionen sehe ich uns sogar stärker", traut Grygiel trotz elf Neuzugängen den Brockmännern einiges zu. Grygiel weiter: „Zeigen wir wieder so einen Charakter wie letzte Saison, als wir uns aus einer brutalen Negativserie rausgearbeitet haben, können wir auch Meister werden. Möglich ist alles - wer hätte denn vor einem Jahr auf Hannover als Meister 2010 gewettet." Stimmt. Doch Vorsicht, ist der amtierende Champion doch gerade so dem Insolvenzverwalter von der Schippe gesprungen. Michael Rupp

 

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