Sport Fürth: Rahn schiebt Frust

Kollektiver Kleeblatt-Jubel nach dem 1:0-Sieg in Oberhausen: Nur Christian Rahn (rechts) schaut nicht gerade glücklich drein. Foto: Wolfgang Zink

Ex-Nationalspieler ist beim Kleeblatt nur noch Teilzeit-Kicker – und der Vertrag läuft aus. Neue Chance für den Abwehrrecken am Samstag gegen seinen Ex-Klub Rostock: Falkenberg ist gesperrt

 

FÜRTH Sieger sehen anders aus, auch nach einem 1:0-Erfolg in Oberhausen. „Leider konnte ich zu diesem Sieg nichts beitragen“, brachte es Fürths Abwehrspieler rasch auf den Punkt. Überschäumende Freude war im Gesicht von Christian Rahn nach dem Schlusspfiff jedenfalls nicht auszumachen. Der 30-jährige war einer der Verlierer im Niederrhein-Stadion: „Ich hatte mit einem Einsatz gerechnet und bin natürlich enttäuscht.“

Rückrunde: Nur 110 Einsatzminuten in sechs Zweitliga-Spielen

90 Minuten Bankdrücken, mehr war nicht am Sonntag. Und viel mehr war im bisherigen Verlauf der Rückrunde für den fünfmaligen Nationalspieler auch nicht drin gewesen. 110 Einsatzminuten in sechs Punktspielen, zuzüglich acht im DFB-Viertelfinale beim 2:6 bei den Bayern – wahrlich keine tolle Bilanz.

Am Samstag gegen Hansa Rostock kommen wohl wieder ein paar Minuten dazu, vielleicht sogar 90. Denn Kim Falkenberg ist nach seiner fünften Gelben Karte von Oberhausen gesperrt. Die nächste Bewährungsprobe für den Ex-Rostocker, ausgerechnet gegen seinen alten Verein. „Mit meiner Situation in Fürth bin ich nicht zufrieden“, erklärt Rahn klipp und klar.

"Gut Fußball spielen und gewinnen"

Nach überstandener schwerer Knieverletzung (Knorpelschaden) wähnte sich Rahn im Januar im Trainingslager in Belek wieder in der Spur, doch rechts überholte Falkenberg und sicherte sich den Stammplatz. Die Konkurrenzsituation ist für Trainer Mike Büskens ideal. Für Rahn weniger: „Der 90-Minuten-Einsatz gegen Bielefeld kam nur deswegen zustande, weil Stephan Schröck ausgefallen war, aber das kann nicht mein Anspruch sein.“ Auch nicht die Art und Weise des Erfolgs in Oberhausen. Rahn selbstkritisch: „Unser Anspruch muss es sein, gut Fußball zu spielen und zu gewinnen. Aber wir haben schlecht gespielt.“ Aber wenigstens „in die Erfolgsspur zurückgefunden“, so Präsident Helmut Hack .

Rostock ist so etwas wie Fürths Angstgegner

Was Rahn persönlich wenig hilft. Denn sein Vertrag läuft aus und er kann sich kaum beweisen. „Im Februar werden selten Verträge unterschrieben, Fürth wird mein erster Ansprechpartner sein“, versichert er. Und warnt: „Rostock ist so etwas wie ein Angstgegner von Fürth, die 0:4-Klatsche aus dem Hinspiel sollte Warnung genug sein.“ Mit seinem Einsatz könnte Rahn ja das Schlimmste verhindern helfen. Matthias Hertlein

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