Sport Fürth: Büskens keiner wie Bruno

Trennen sich ihre Wege am Saisonende? Trainer Mike Büskens (li.) will in Fürth bleiben, Sami Allagui ist sich noch nicht sicher. Foto: Wolfgang Zink

Anders als Labbadia scheint der Kleeblatt-Trainer den Lockrufen aus der Bundesliga – wenn sie denn kämen – zu wiederstehen: „Ich werde nicht fliehen.“ Sondern umziehen: Mit der Familie nach Fürth

 

FÜRTH Er kam in der Winterpause, sah, siegte und holte bis dato 16 Punkte – Trainer Mike Büskens hat in beeindruckender Weise dem welken Kleeblatt neuen Lebensmut eingehaucht. Aktuell ist Greuther Fürth das zweitbeste Rückrunden-Team. Und schon kommen Spekulationen auf, ob der Zweitligist aus dem Ronhof Büskens (41) über die Saison hinaus halten kann, wenn der Erfolg weiter anhält.

Labbadia folgte dem Lockruf der Bundesliga

Keine abwegige Diskussion, denn diesbezüglich ist das Kleeblatt ein gebranntes Kind. Bruno Labbadia (44), am 1.Juli 2007 von Darmstadt nach Fürth gewechselt, verließ nach nur einer Saison Mitte 2008 vorzeitig den fränkischen Zweitligisten, folgte dem Lockruf der Bundesliga und heuerte bei Bayer Leverkusen an. Immerhin kassierte Präsident Helmut Hack rund 500000 Euro Ablöse als Trostpflaster.

"Büskens passt nach Fürth und wir zu ihm"

Gerade jetzt nach dem starken Aufritt bei der Nullnummer in Düsseldorf steht die Frage im Raum, ob nicht auch Büskens (Vertrag bis 2011) den Begehrlichkeiten aus dem Oberhaus erliegen könnte. Das sieht Hack freilich relativ entspannt: „Unter Büskens ist viel Positives bei uns passiert, er passt nach Fürth und wir zu ihm.“ Also kein zweiter „Fall Labbadia“? Hack verneint: „Wir planen schon fest und gemeinsam für die neue Saison.“

Das sieht auch Büskens mit Noch-Hauptwohnsitz Gelsenkirchen so: Im Sommer zieht er mit Ehefrau Simone und den Töchtern Laura und Kiara ganz nach Franken um. Nach Spielschluss in Düsseldorf bekräftigte er gegenüber den „Fürther Nachrichten“: „Ich glaube nicht, dass der Anruf eines Bundesliga-Klubs dafür sorgen würde, dass ich hier am 1.Juli nicht Trainer bin. Ich werde nicht fliehen.“

Papa Leggi Allagui sprach mit Fortunas Manager Wolf Werner

Ob Sami Allagui, Vertrag bis 2011 und ebenfalls gebürtiger Düsseldorfer, dann noch im Ronhof aufschlägt, erscheint dagegen ungewiss. „Irgendwann will ich mal für Fortuna in der Bundesliga spielen“, so der Goalgetter im „Express“. Papa Leggi hat schon mit Fortunas sportlichem Leiter Wolf Werner gesprochen. Der Filius nach dem 0:0: „Ich drücke Düsseldorf die Daumen für den Aufstieg.“ Nicht ganz uneigennützig, denn nur dann ließe sich ein Transfer überhaupt bewerkstelligen. Rund 1,5 Millionen Euro müssten die Rheinländer für Allagui hinblättern.Matthias Hertlein

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