Sport Die Liga zittert vor Bamberg – und Neuzugang „Karl-Heinz“!

"Ein echter Kracher": Brose-Coach Chris Fleming mit seinem Neuzugang Kyle Hines. Foto: Wolfgang Zink

Neuzugang Hines war der Matchwinner beim 85:58 gegen Frankfurt im Champions Cup

 

BAMBERG Die Brose Baskets sammeln in diesem Jahr Titel wie manche Briefmarken. Genau 100 Tage nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft holten die Brose-Cracks am vergangenen Samstag, auch ohne ihren verletzten Star Predrag Suput (Bänderdehnung im Sprunggelenk), vor über 5000 Zuschauern den Champions Cup mit einem deutlichen 85:58 (41:23) Sieg über die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt. Vorher hatten sie bereits den Pokal und den Sportpreis des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer abgeräumt. Mit dem vierten Titel in nur einem Jahr avancieren die Oberfranken zum großen Favoriten in der in einer Woche mit einem Heimspiel gegen Ulm beginnenden neuen Saison.

Hines glänzte mit 100-prozentiger Trefferquote

„Wer soll die Bamberger nur stoppen?", fragten sich bereits ängstlich die Manager sämtlicher Bundes-Klubs auf ihrer Tagung in der zukünftigen Stechert Arena. So dominant wie in den vergangenen Wochen und Monaten ist das Star-Ensemble von der Regnitz selten aufgetreten. Manager Wolfgang Heyder erklärt das Erfolgsgeheimnis: „Wir handelten erstmals nach dem Motto, ändere niemals ein Sieger-Team. Zudem erweisen sich die beiden Neuzugänge Kyle Hines und Reyshawn Terry, die für Elton Brown und Mark Worthington gekommen waren, als echte Kracher." Die athletischen und sprunggewaltigen US-Boys trumpften auch im Champions Cup gegen die ersatzgeschwächten Frankfurter auf. Terry, der wichtige Erfahrungen bei europäischen Spitzenvereinen sammelte, glänzte als Topscorer mit 19 Punkten und einer außergewöhnlichen Trefferquote von 70 Prozent aus dem Feld.

"Wir müssen die Kirche im Dorf lassen"

Center "Karl-Heinz", wie die Bamberger Hines eingedeutscht nennen, gelangen 13 Punkte und das mit einer unglaublichen Wurfquote von 100 Prozent. Da staunte selbst der Skyliners Ersatz-Trainer Klaus Perwas, der für seiner verletzten Chef Gordon Herbert an der Linie stand: „Die Bamberger sind noch besser als im vergangenen Jahr." Nicht widersprechen wollte Brose-Headcoach Chris Fleming, trat aber auf die Euphorie-Bremse: „Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Im Rebound sind wir noch steigerungsfähig." W. Haala

 

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