Sport Das Knie des Kapitäns

Will trotz Knieproblemen in Ludwigsburg am Ball bleiben: Bambergs Kapitän Casey Jacobsen. Foto: Wolfgang Zink

Bambergs Basketballer bangen um Jacobsen – aber der Topstar will bei seinem Lieblingsgegner unbedingt dabei sein

 

BAMBERG Geschenke zu Ostern sind heuer bei den Brose Baskets streng verboten. Das gilt allerdings nur für das Gastspiel der Bamberger am Samstag in Ludwigsburg (19.30 Uhr, live im Internet über radio-bamberg.de). Denn in den bisherigen 29 Partien zeigten sich die Oberfranken zu oft zu großzügig, wenn es darum ging, wichtige Siege einzutüten. Gleich sechs Punkte überließen die „Riesen von der Regnitz“ auf diese Weise generös ihren Gegnern.

Ludwigsburg ist der Bamberger Lieblingsgegner

Wären diese Begegnungen gewonnen worden, stünden die Baskets in der Bundesliga jetzt mit 53 Punkten an der Tabellenspitze vor Erzrivale Alba Berlin (51) – und hätten das wichtige Heimrecht für die Playoffs um die Meisterschaft bereits sicher. So dürfen sie sich im Schwabenländle und den anschließenden vier Spielen keine Ausrutscher mehr erlauben.

Ausgerechnet in dieser richtungsweisenden Partie in Ludwigsburg droht der Ausfall des Bamberger Topstars Casey Jacobsen. Der Ex-NBA-Profi erlitt beim 88:81-Heimsieg über Göttingen eine schmerzhafte Knieprellung, die noch nicht abgeklungen ist. Über seinen Einsatz wird kurzfristig entschieden.

Wenn es nach dem Kapitän der Bamberger ginge, ist er auf jeden Fall dabei. Denn für ihn sind die Ludwigsburger ein klassischer Lieblingsgegner. Beim klaren 93:74-Hinspielerfolg in der JAKO Arena gelang ihm seine Saisonbestleistung mit 27 Punkten und einer famosen Trefferquote von 75 Prozent aus dem Feld heraus.

Manager Heyder schwärmt von alten Zeiten

Auch an das Jahr 2007, als er die Bamberger zur zweiten Meisterschaft führte, dürfte Jacobsen gute Erinnerungen an Ludwigsburg haben. Im ersten Match des Playoff-Halbfinals rettete er zuerst neun Sekunden vor dem Ende sein Team mit einem Korbleger in die Verlängerung. Dann sicherte er mit einem sensationellen Dreier kurz vor der Schlusssirene auch noch den umjubelten 85:83-Triumph.

Manager Wolfgang Heyder schwärmte damals: „Die Leistung von Casey Jacobsen war einfach ein Wahnsinn.“ Hatte Jacobsen doch sich und seine Teamkollegen selbst beschenkt.Werner Haala

 

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