Sport Club: Schluss mit der miesen Serie

Will den Schwung aus dem Offenbach-Spiel mit in den Breisgau nehmen: FCN-Trainer Dieter Hecking. Foto: dpa

Club-Trainer Hecking will mit dem Schwung aus dem Offenbach-Spiel endlich Freiburg schlagen und lobt Wollscheid: „Er macht vieles richtig“

 

NÜRNBERG So wichtig der Pokal-Triumph in Offenbach auch war: Viel Zeit, um den Einzug ins Viertelfinale zu genießen, blieb den Club-Profis diesmal nicht! Bereits auf der nächtlichen Heimfahrt nach Nürnberg hatte FCN-Trainer Dieter Hecking seine Schützlinge im Bus mit einem ausgiebigen Video–Studium des nächsten Gegners geerdet.

Immerhin wartet heute (15.30 Uhr) mit dem SC Freiburg eine Mannschaft, die mit bislang 29 Punkten und aktuell Platz sechs nicht nur zu den Überraschungen der Bundesliga zählt, sondern die sich mittlerweile auch zu einem „kleinen Angstgegner“ für den Club gemausert hat, wie Hecking zugeben muss. Drei Pleiten in Folge weist die jüngste FCN-Bilanz gegen die Breisgauer aus, zwei davon unter Heckings Ägide.

"Es ist an der Zeit, diese Serie zu brechen"

Deshalb fordert der 46-Jährige vor dem Gastspiel im Badenova-Stadion: „Es ist an der Zeit, diese Serie zu brechen. Wir wollen den Schwung von Offenbach auch gerne in Freiburg sehen. Und wir wollen uns die drei Punkte, die wir gegen Gladbach liegen gelassen haben, wieder holen.“

Bei 15 Ausfällen (siehe unten), die SC-Trainer Robin Dutt verkraften muss, stehen die Chancen nicht mal schlecht. Vor allem, weil den Freiburgern mit Papiss Demba Cissé ihr Top-Knisper (15 Tore) abgeht. Philipp Wollscheid hätte sich zwar gerne mit diesem „Ausnahmestürmer“ gemessen. Er muss aber auch zugeben: „Es ist sicher nicht schlecht, wenn Cissé fehlt. So haben wir eine gute Möglichkeit, zu gewinnen.“

Stattdessen wird es der junge FCN-Innenverteidiger wohl mit Eric Jendrisek zu tun bekommen, den Freiburg am Donnerstag noch kurzfristig aus Schalke in den Breisgau lotste (AZ berichtete). Aber Hecking hat keinen Zweifel daran, dass der Ersatz für den verletzten Abwehrchef Per Nilsson auch diese Aufgabe meistern wird. „Wollscheid macht derzeit einfach vieles richtig. Er hat gezeigt, dass Hannover keine Eintagsfliege war. Natürlich ist das jetzt seine erste Englische Woche. Da muss er mit seinen Kräften haushalten. Aber er hört immer gut zu, so dass ich hoffe, dass er seine Leistungen weiter bringen wird.“ Momentan spricht viel dafür.

Sonderlob für Wollscheid

Beim 3:1 am letzten Spieltag der Hinrunde hatte der 21-Jährige gegen die Niedersachsen ein prima Startelf-Debüt hingelegt, danach auch gegen Gladbach überzeugt. Nun war er gegen Offenbach sogar bester Mann auf dem Platz (AZ-Note 1). Im Verbund mit Kapitän Andy Wolf meldete der ehemalige Saarbrücker OFC-Stürmer Olivier Occean komplett ab und beeindruckte Hecking dabei noch mit einer für sein Alter erstaunlichen Abgeklärtheit.

„Was mir besonders imponiert hat war, dass er in Drucksituationen im Strafraum den Ball nicht einfach blindlings herausgeschlagen hat.“ Was wiederum die Freiburger bestimmt schon genau auf Video begutachtet haben. kk

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