Sport Club-Motto: Cool bleiben

Optimistisch nach Freiburg: Für Manager Martin Bader (r.) ist es fast ein Heim–, für Trainer Dieter Hecking kein Endspiel. Foto: Zink/JüRa

FCN-Trainer Hecking rät seine Profis, das Abstiegs-Mikado in Freiburg gelassen anzugehen, denn: „Wenn man hektisch wird und in Aktionismus verfällt, geht das meistens schief“

 

NÜRNBERG Aufstieg, Abstieg, Freiburg war dabei. „Ohne das Tor von Dario Vidosic wären wir nicht aufgestiegen. Und hätte Frank Baumann damals das Tor getroffen, wären wir nicht abgestiegen“, sagt Club-Manager Martin Bader und unterstreicht damit vor der Reise in den Breisgau (Samstag, 15.30 Uhr), das es sich bei den Partien gegen den Sportclub immer um ganz „besondere Spiele“ handelt. Meist besonders emotionale Spiele.

Ein halbes Heimspiel für Manager Martin Bader

Für den FCN, weil gegen Freiburg Aufstieg (2009) und Absturz (1999) in den letzten zehn Jahren immer nah beieinander lagen. Aber auch für Bader selbst. „Mein Vater ist in Freiburg aufgewachsen. Er hat sogar gleich beim Stadion um die Ecke gewohnt.“ Quasi ein Heimspiel für den Sportdirektor, der allerdings im schwäbischen Hechingen geboren wurde.

Aufstieg hin, Abstieg her, von einer entscheidenden Partie am Samstag sprechen viele. Nur der Nürnberger Trainer nicht. Aller Freiburger Endspiel-Rhetorik zum Trotz bemüht sich Dieter Hecking, vor dem „wichtigen Spiel“ den Ball konsequent flach zu halten. „Wenn man hektisch wird und in Aktionismus verfällt, geht es meistens schief. Man muss eine gewisse Gelassenheit haben, sonst macht man sich ja bekloppt und das will ich nicht“, erklärt Hecking sein ausgesprochen relaxtes Auftreten während der letzten Tage. Motto: Cool nach Freiburg.

"Wir haben einen Weg gefunden, mit dem Druck umzugehen"

Eines, das sich auch auf seine Mannschaft übertragen zu haben scheint. Denn von einer Endspiel-Stimmung ist nichts zu spüren. Hecking: „Wir haben seit Wochen einen guten Weg gefunden, wie wir intern mit dem Druck umgehen.“ Der eine mehr, der andere weniger. „Ich glaube, die jungen Spieler denken über die Situation gar nicht so viel nach. Die Erfahreneren machen sich vielleicht schon mehr Gedanken“, vermutet der 45-Jährige. Der Situation indes sollten sich schon alle bewusst sein, denn, „wir können uns nicht ausruhen, haben keinen komfortablen Vorsprung“, so Hecking.

Und bei allem, berechtigten Optimismus weiß die Mannschaft natürlich, was sie gegen den, um seine beinahe letzte Chance auf einen Nichtabstiegsplatz kämpfenden Mitaufsteiger erwartet. „In dem Spiel werden Nuancen entscheiden“, warnt Hecking, „es wird darum gehen, wer macht den ersten Fehler.“ Abstiegs-Mikado eben – wer zuerst wackelt, hat verloren. Krischan Kaufmann

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