Sport Club: Mintals Nachfolger gesucht!

Wenn Marek Mintal (links) geht, will Club-Manager Martin Bader noch im Winter einen Nachfolger präsentieren. Foto: imago

Falls Marek im Winter wechselt, will der Club den freien Platz im Kader neu besetzen. Wolfsburger Ben Khalifa und Tscheche Pekhart in der Auswahl

 

BELEK Die Kaltschnäuzigkeit, die ihn vor dem Tor ausgezeichnet hat – diese Selbstsicherheit fehlt Marek Mintal bei seiner Zukunftsplanung. Dabei ist das Angebot für das 33-jährige Club-Idol aus der nordamerikanischen MLS von Philadelphia Union bis auf Kleinigkeiten ausgehandelt. „Es ist allein Mareks Entscheidung. Wir werden ihn sicher nicht vom Hof jagen“, sagt Martin Bader. Der FCN-Manager erklärt aber auch: „Natürlich halten wir Augen und Ohren nach einem Nachfolger offen, sollte uns Marek noch im Winter verlassen.“

Für einen Mintal-Nachfolger müsste sich Club finanziell strecken

Bis zum 31. Januar könnten Bader und Trainer Dieter Hecking reagieren, um den dann freien Platz im Kader neu zu besetzen. Zwei Spieler stehen im Club-Fokus: Der 21-jährige Stürmer Tomas Pekhart vom tschechischen Erstligisten FK Jablonec. Und der 18-jährige Offensiv-Allrounder Nassim Ben Khalifa vom VfL Wolfsburg. Über letzteren sollen Bader und Vfl-Manager Dieter Hoeneß sogar erst unlängst wieder gesprochen haben. Allerdings sind die Wolfsburger noch nicht von ihrer angeblichen 2,5 Millionen Euro-Forderung für den Schweizer Nationalspieler (Vertrag bis 2014) abgerückt.

Pekhart, ebenfalls offensiv- flexibel einsetzbar, steht noch bis 2013 bei Jablonec unter Vertrag. Der 21-jährige kann aktuell neben neun Ligatoren in 15 Spielen auch auf eine beeindruckende Bilanz in der tschechischen U21 verweisen: 18 Einsätze, 14 Treffer. Das Problem: Der Club ist nicht der einzige Interessent. Er müsste sich – quasi als Vorgriff auf einen Transfer im Sommer – finanziell auch hier ganz schön strecken.

Philadelphias Trainer Nowak will Marek unbedingt

Beide Transfers sind nur machbar, wenn Mintal, der ein Angebot von Zweitligist Alemannia Aachen bereits ausgeschlagen hat, den Lockrufen aus Übersee nicht länger widerstehen kann. „Ich will unbedingt wieder spielen“, hat das Phantom mehrfach erklärt. Drei Jahre Vertrag, rund 900 000 Euro Gehalt pro Saison, mit Philadelphia eine beeindruckende Stadt. Weltstars wie David Beckham oder Thierry Henry als Gegner. Und die Möglichkeit, Sohn Jakub (6) in die Internationale Schule zu schicken und mit Gattin Katarina und dem kleinen Sebastian (3) noch etwas Neues zu erleben und zu genießen – besser geht’s kaum im Herbst einer famosen Karriere. Doch selbst Union-Trainer und Ex-Bundesliga-Profi Piotr Nowak (1860, Dresden) beißt bei seinen nahezu täglichen Anrufen auf Mareks Handy auf Granit – noch. Markus Löser

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