Sport Bambergs liebstes Hobby: Wir machen es spannend

Bambergs Retter in der Schlussphase: Jung-Center Tibor Pleiß, hier beim Dunking gegen Ludwigsburg. Foto: fishing4

Auch beim 73:72-Sieg in Ludwigsburg lassen die Brose Baskets einen schon distanzierten Gegner nochmals ganz nahe herankommen. Kritik von Manager Heyder: „Das war unnötig“

 

LUDWIGSBURG Nur mit viel Dusel gewannen die Brose Baskets ohne ihren verletzten Kapitän und Top-Star Casey Jacobsen (Knieprellung) mit 73:72 (40:30) eine hoch dramatische Partie bei der EnBW Ludwigburg und sicherten sich die Playoff-Teilnahme.

Heyder: "So gewinnen wir keine Titel"

Doch wie schon zuvor bei der 78:85-Pleite in Bremerhaven und beim 88:81-Heimsieg über Göttingen bestärkten die Bamberger erneut ihren Cheftrainer Chris Fleming, der fehlenden Killerinstinkt in der Defensive bei seinem Team beklagt hatte. Manager Wolfgang Heyder hatte gerügt: „Mit dieser Einstellung gewinnen wir keine Titel. Unsere Mannschaft zeigt einfach nicht genügend Charakter, um die entscheidenden Punkte zu machen.“

Dieser Vorwurf hätte sich beinahe auch in Ludwigsburg bestätigt. Denn bis kurz vor der Halbzeit hatten die Oberfranken ihren Gegner klar beherrscht und sogar eine komfortable 13-Punkte-Führung herausgeworfen. Doch irgendwie schien den „Riesen von der Regnitz“ das Pausengetränk nicht bekommen zu sein. Innerhalb von knapp fünf Minuten schmolz der Vorsprung auf zwei Zähler. Mit einem energischen Zwischenspurt zogen die Bamberger aber wieder bis Ende des dritten Viertels auf 60:48 davon.

Kritik am schwachen Schiedsrichter

Doch erneut ließen sie den Gegner durch lasche Verteidigung und leichtsinnige Ballverluste bis Mitte des letzten Drittels auf 62:61 herankommen. In den letzten fünf Minuten stand das Match auf des Messers Schneide. Topscorer Predrag Suput (14 Punkte) und Jung-Center Tibor Pleiß (6 Punkte, 10 Rebounds) retteten die Brose Baskets jedoch in der Schlussphase mit wichtigen Korberfolgen. Zweistellig punkteten außerdem Brain Roberts (14) und Spielmacher Anton Gavel (12).

Fazit Heyder: „Es war zwar unnötig, dass es noch einmal so spannend wurde, aber alle Spieler haben gebissen, gekämpft und wichtige Punkte gemacht.“ Nicht verkneifen konnte er sich einen Seitenhieb auf die Schiedsrichter: „Bei ihnen kamen wir schlecht weg. Bis eine Minute vor dem Ende lautete das Foulverhältnis im letzten Viertel 1:10 gegen uns.“ W. Haala

 

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