Sport Albert, der Hertha-Schreck

Klar zum Abheben: Hertha-Schreck Albert Bunjaku will wie schon im Hinspiel auch Samstag in Berlin wieder jubeln. Foto: bayernpress

Beim 3:0-Hinspielsieg gegen Berlin traf Bunjaku doppelt – und rückte so erstmals ins Rampenlicht der Bundesliga. Jetzt ist der Stürmer nach seiner Sperre wieder dabei – und heiß auf den Sieg

 

NÜRNBERG An jenen Tag, an dem die Bundesliga erstmals auf ihn blickte, kann sich Albert Bunjaku noch gut erinnern. Es war der 17. Oktober des letzten Jahres. Der Club hatte am neunten Spieltag mit dem 3:0 gegen Hertha BSC Berlin einen fulminanten Heimsieg eingefahren – dank Albert und seinem ersten Bundesliga-Doppelpack.

Bunjaku: "Wir müssen jetzt noch eine Schippe drauflegen"

„Das war für mich die Initialzündung“, strahlt der 26-Jährige noch heute. Denn: „Ab da ging’s so richtig ab bei mir.“ Und wie. Stolze acht Treffer, ohne die der 1.FCN den Klassenverbleib wohl längst abschreiben müsste, kamen bislang dazu.

Da passt es natürlich gut, dass Club-Trainer Dieter Hecking für die wegweisende Partie am Samstag (15.30 Uhr), wenn es im Olympiastadion erneut gegen Schlusslicht Hertha geht, wieder auf seinen Top-Torjäger zurückgreifen kann. Seine Sperre nach der dummen Gelb-Roten Karte beim 0:0 in Bochum hat der Elf-Tore-Mann abgesessen und eine Spende im vierstelligen Bereich in die Mannschaftskasse bezahlt. Nun brennt Albert auf sein Comeback gegen seinen „Lieblingsgegner“.

Bunjaku: „Es war sicher schwer für mich, gegen Leverkusen nicht dabei zu sein, denn ich will immer spielen. Aber das war eine überragende Leistung von uns. Wir dürfen jetzt nur nicht nachlassen, sondern müssen eher noch eine Schippe drauflegen.“ Will heißen, drei weitere Punkte einfahren.

"Wir wollen den 15. Platz nicht mehr hergeben"

Das Problem dabei ist nur, dass FCN-Trainer Dieter Hecking, will er den Hertha-Schreck wieder integrieren, seine Erfolgself aus dem Leverkusen-Spiel auseinanderreißen muss. Da Eric Maxim Choupo-Moting nach seinem Doppelpack gegen Bayer in Heckings 4-2-3-1-System als einzige Sturmspitze gesetzt scheint, wird es einen der Bahnspieler, Marcel Risse oder Mike Frantz, treffen. „Alle können zusammenspielen“, sagt Hecking. Das bedeutet: Eine endgültige Entscheidung hat der Trainer noch nicht getroffen. „Zumal Albert Adduktoren-Probleme hat.“

So gesehen würde sich der bescheidene Schweizer beim Kick in der Hauptstadt notfalls auch mit der Jokerrolle begnügen. „Wichtig ist, dass wir Tore machen“, sagt Bunjaku. „Egal, wer sie letztlich schießt. Es geht nicht um einzelne Spieler, sondern um die Mannschaft.“ Und um das gemeinsame, große Ziel. Prinz Knallbert: „Wir wollen den 15. Tabellenplatz nicht mehr hergeben.“ Krischan Kaufmann

Mehr über den Club und warum Trainer Dieter Hecking doch noch auf eine Rückkehr von Breno hofft, lesen Sie in der Print-Ausgabe am Donnerstag, 11.März.

 

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