Sport 4:7! Gegen die DEG läuft es nicht

Schlusspunkt eines Katastrophen-Drittels: DEG-Stürmer Conner James (Mitte) bejubelt das 4:1 seines Kollegen Evan Kaufmann, Tiger-Torhüter Patrick Ehelechner ist machtlos und Sean Blanchard (re.) nur Zuschauer. Foto: Wolfgang Zink/MaWi

Den Torfluch haben die Ice Tigers endlich gebannt – aber Nürnberger Eishockey-Cracks kassieren dennoch die dritte Saison-Niederlage gegen Düsseldorf.

 

NÜRNBERG Zweimal hatten die DEG Metro Stars und die Ice Tigers in der laufen Spielzeit die Schläger gekreuzt. Und zweimal bezogen die Noris-Cracks heftig Prügel – null Tore erzielt, 14 Treffer kassiert, so die Bilanz gegen Düsseldorf bis dahin. Bitter vor allem die 0:9-Heimklatsche vergangenen Oktober. Und nach dem dritten Versuch am Sonntag? Getroffen haben die Eismänner von Trainer Andreas Brockmann endlich gegen die DEG, aber am Ende stand ein 4:7 (1:4, 3:1, 0:2) und damit die dritte Saisonpleite gegen den achtmaligen Meister. Damit war’s auch nichts mit „Happy Birthday“ für Tiger-Boss Thomas Sabo, der am Wochenende 50. Geburtstag hatte. „Es gibt halt Teams, gegen die läuft es einfach nicht“, musste Brockmann feststellen.

Dass die DEG mit einer Negativserie von sechs Pleiten im Gepäck nach Nürnberg gekommen war, davon war rein nichts zu merken. Die rund 80 Mann starke Düsseldorfer Reisegruppe unter den 4146 Zuschauern jubelte schon nach dem ersten Akt, stimmte sich bierselig und siegessicher ein auf das dritte DEG-Schützenfest gegen Nürnbergs Puckjäger. Und tatsächlich: nichts sprach nach den ersten 20 Minuten für die Brockmänner. Trotz des 1:0 von Jeff Likens bereits nach 41 Sekunden. Damit war zwar der Nürnberger Torfluch gegen die Cracks vom Rhein beendet, mehr aber auch nicht.

Doppelschlag der Anfang vom bitteren Tiger-Ende

Denn nur 35 Sekunden später schlug Düsseldorf zurück. Und wie! Daniel Kreutzer und Tyler Beechey per Doppelschlag binnen 24 Sekunden brachten die Metro Stars 2:1 in Führung (2.). „Danach sind wir auseinander gebrochen", analysierte Brockmann richtig. Und damit war längst noch nicht genug. Derek Dinger nach einem kapitalen Bock von Tiger-Verteidiger Sean Blanchard (9.) und Top-Torjäger Evan Kaufmann bei personeller Überzahl (18.) schraubten das Ergebnis auf 4:1 hoch. Typisch für dieses verkorkste Drittel: Clarke Wilm versemmelte kurz vor dem Pausentee einen Penalty gegen DEG-Keeper Jean-Sebastien Aubin.

Durchgang zwei begann ebenfalls mit einem Paukenschlag, respektive mit einem schnellen Düsseldorfer Tor von Kaufmann zum 5:1 für die Gäste (41). Und das trotz nummerischer Überzahl der Tiger-Meute. „Danach“, so Brockmann, „hat die Mannschaft nochmal ein Zeichen gesetzt.“ In Form der Tore von Ryan Bayda und Brad Leeb (je 21.) sowie Fredrik Eriksson bei Überzahl (34.) zum 4:5.

Es keimte kurz Hoffnung auf bei den Tiger-Anhängern vor dem finalen Durchgang. Aber wieder mal ein Gegentor bei Düsseldorfer Unterzahl (!) von DEG-Kapitän Daniel Kreutzer (58.) und Conner James zum 7:4 (59.) besiegelten dann das traurige Nürnberger Schicksal. „Teils waren wir zu unkonzentriert. Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles versucht.“ Nur klappt’s halt gegen Düsseldorf nicht. Michael Rupp/Flo

 

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