Sport 0:9! Debakel für die Ice Tigers

Ein gebrauchter Tag: Drei Tore musste Tiger-Goalie Patrick Ehelechner gegen die DEG bis zu seiner Auswechslung einstecken. Die restlichen sechs kassierte dann sein Ersatzmann Stefaniszin. Foto: Wolfgang Zink

NÜRNBERG - Fans quittieren den desolaten Auftritt der Brockmänner gegen die DEG mit Pfeifkonzert

 

Darf’s noch ein bisschen mehr sein? Bitte bloß nicht, dürften sich die Fans der Thomas Sabo Ice Tigers beim Heimspiel am Freitagabend gegen die Düsseldorf Metrostars gedacht haben. Denn die Hausaufgabe in der Arena Nürnberger Versicherungen geriet mit 0:9 zu einem entsetzlichen Debakel für die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann.

Ersatz-Keeper Stefaniszin: Sechs Tore beim Saison-Debüt

Dabei hatten die Nürnberger Cracks mit dem 3:2-Erfolg in Köln unter der Woche eigentlich ordentlich Selbstvertrauen getankt. Zu sehen war davon aber rein gar nichts. Der Start wurde komplett verschlafen. Und als sich nach sieben Minuten mit Colin Beardsmore zum ersten Mal ein Tiger dem DEG-Gehäuse näherte, hatte es gegenüber bereits zweimal geklingelt. Nach gerade 67 Sekunden hatte Marco Novak per Schlenzer die Düsseldorfer Führung besorgt. Adam Courchaine (6.) das 2:0. Treffer Nummer drei für die DEG erzielte Andrew Hedlund (11.) bei eigener Überzahl. Damit aber nicht genug: Danach musste auch noch Tiger-Goalie Patrick Ehelechner mit Muskelbeschwerden verletzt vom Eis. Für ihn kam Sebastian Stefaniszin zu seinem ersten Saisoneinsatz.

Leider wurde es ein Debüt, das der junge Keeper (23) schleunigst abhaken sollte. Denn nach einem kurzen Aufbäumen ging die Tiger-Demontage munter weiter. Gerade in der fränkischen Sturm und Drang-Phase schloss Andrew Roach (24.) einen Konter clever zum 4:0 ab. Evan Kaufmann legte nur eine Minute später nach. Und als dann Simon Danner (36.) und Rob Collins (38.) sich ebenfalls in die DEG-Torschützenliste eintragen durften, hatten die Tiger-Fans endgültig die Nase voll. Mit einem gellenden Pfeifkonzert und „Wir wollen Freibier“-Sprechchören wurde Brockmanns Dilettanten-Ballett in die Kabine verabschiedet.

Tiger-Boss Sabos Brandrede bleibt wirkungslos

Dort soll angeblich Tiger-Boss Thomas Sabo seinen Angestellten gehörig die Leviten gelesen haben. Genutzt hat’s aber nichts. Denn Daniel Kreutzer (48.) durfte sogar bei DEG-Unterzahl noch auf 8:0 erhöhen. Bis erneut Danner (52.) mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den Torhunger der Düsseldorfer endlich gestillt hatte. kk, tube

 

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