Sport 0:4-Koffer in Berlin: Tiger schon nach 28 Sekunden angeknockt

An ihm lag’s sicher nicht: Tigers-Keeper Patrick Ehelechner lieferte auch in Berlin eine fehlerfreie Partie ab, war an der 0:4-Niederlage absolut schuldlos. Foto: Wolfgang Zink

Trainer Brockmann: „Wenn man gegen das beste Team der Liga so schnell 0:1 hinten liegt, wird’s sehr schwer“. Kampf um die direkte Playoff-Quali bleibt spannend

 

BERLIN Nach dem blitzsauberen 5:2-Heimsieg am Freitag gegen Hannover hatte Nürnbergs Trainer Andreas Brockmann die plötzliche Torlust seiner Eishockey-Profis noch mit dem „Ketchupflaschen-Effekt“ erklärt. So nach dem Motto: Man muss nur lange genug draufdrücken, dann kommt schon was raus.

Jetzt müssen die Tiger wieder um die Playoffs bangen

Gestern hat alles Drücken nichts geholfen. Nicht ein einziges Törchen brachten die Noris-Cracks gestern Nachmittag bei den Berliner Eisbären zustande – was bei kaum einer hochkarätigen Chance sicher auch kein Wunder ist – kassierten beim souveränen DEL-Primus eine 0:4 (0:2, 0:1, 0:1)-Niederlage und müssen vor den beiden finalen Hauptrunden-Spielen am Freitag (19.30 Uhr, Arena Nürnberger Versicherung) gegen Ingolstadt und am Sonntag (14.30 Uhr) in Hamburg weiter mächtig um Platz sechs, der die direkte Playoff-Qualifikation bedeutet, bangen.

„Wir hatten uns vor dem Spiel gegen die beste Mannschaft der Liga schon einiges vorgenommen“, meinte Brockmann nach der Schluss-Sirene. „Aber wenn man nach ein paar Sekunden gegen die Eisbären schon 0:1 hinten liegt, wird’s halt sehr schwer.“ Es waren exakt 28 Sekunden, als Denis Pederson nach einem doppelten Doppelpass mit dem erst 19-jährigen Laurin Braun die Berliner 1:0 in Führung schoss. Da waren die Tiger körperlich zwar schon auf dem Eis, geistig aber offenbar noch in der Kabine.

Trainer Brockmann: "Das Ergebnis geht in Ordnung"

Die Noris-Cracks hatten zwar zwei Chancen, den Fehlstart noch im ersten Drittel zu korrigieren. Doch nach einem Konter landete Paul Albers und nicht der Puck im Berliner Kasten (6.) und Brad Leeb fand in Eisbären-Keeper Rob Zepp seinen Meister (12.). Dagegen war Tiger-Schlussmann Patrick Ehelechner gegen den durchgebrochenen André Rankel chancenlos – 0:2 (17.).

Die endgültige Vorentscheidung ließ nicht lange auf sich warten: Als Tyler Mosienko in der Kühlbox brummte, erzielte T.J. Mulock mit einem knallharten Schuss das 0:3 (34.). Den Schlusspunkt setzte der völlig freistehende Jeff Friesen mit dem 0:4 (44.). „Das Ergebnis geht in Ordnung“, räumte Brockmann ein, „die Eisbären waren läuferisch besser und aggressiver.“ Nürnberger Aggressivität lebten vordergründig Alain Nasredine und Greg Leeb bei einer Prügelei mit Pederson und Rankel aus (37.). G.S./M.D.

 

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