Spontan ins Freibad? Reservierungspflicht in Münchner Bädern: Ticketkontingent erhöht

Spontan ins Schyrenbad? Das war diesen Sommer bisher nicht möglich. Foto: SWM

Einfach spontan schnell ins Freibad? Bisher ist das diesen Sommer aufgrund der Reservierungspflicht kaum möglich gewesen. Dank Neuerungen im System können jetzt allerdings mehr Sommerbad-Codes vergeben werden.

 

München - Die gute Nachricht: Münchens Bäder dürfen endlich wieder öffnen. Die schlechte Nachricht: An heißen Tagen einfach spontan ohne Reservierung zum Baden – wird in diesem Sommer nicht immer möglich sein. Dank Neuerungen im Reservierungssystem könnte es jetzt jedoch deutlich einfacher werden, noch spontan ein Ticket zu ergattern.

Aufgrund der Corona-Hygienemaßnahmen haben die Stadtwerke München (SWM) einige Regeln für den Besuch in den (Frei-)Bädern erlassen – die AZ erklärt, was Sie beachten müssen.

Registrierungspflicht in den Münchner Freibädern

Die wichtigste Änderung 2020: Die Sommerbäder haben Beschränkungen bei der Besucherzahl, die sich an der Größe der Liegewiese und an der Wasserfläche orientieren. Um zu gewährleisten, dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwimmen, führen die Münchner Bäder ein Reservierungssystem ein.

Seit dem 10. Juni konnte bisher jeder drei bis vier Tage im Voraus für sich und maximal fünf weitere Personen Tickets auf www.swm.de/m-baeder in einem Bad reservieren. Die Reservierung ist für alle Badegäste verpflichtend, also etwa auch Kinder, die keinen Eintritt zahlen müssen oder den Ferienpass nutzen sowie für München-Pass-Inhaber und Begleitpersonen von Schwerbehinderten.

Nach der Reservierung wird ein Code an die angegebene E-Mail-Adresse geschickt. Nur mit diesem Code können dann vor Ort Eintrittskarten erworben werden. Eine weitere Reservierung ist erst möglich, wenn die aktuelle eingelöst wurde oder der Termin verstrichen ist.

Neuerung: Größeres Kontingent für Sommerbad-Codes

Neu ist jetzt: Dank umfassender Neuerungen im Reservierungssystem kann das Kontingent spontan auf bis zu 20.000 Codes pro Tag erhöht werden. Das heißt: Wer spontan baden will, kann im Laufe des Tages online nachschauen, ob der Reservierungsbalken fürs Lieblingsbad wieder blau geworden ist und sich so sein Ticket sichern.

Dies ist möglich, da das Reservierungskontingent um die Quote der nach bisherigen Beobachtungen nicht eingelösten Reservierungen erhöht wurde. Außerdem wurde an den Ausgangsdrehkreuzen der Sommerbäder Lichtschranken montiert, die die Austritte zählen. Die Badleiter können so während des Badetages die Zahl der Reservierungscodes anpassen: Hat eine entsprechende Anzahl von Badegästen das Bad verlassen und ist genug Platz vorhanden, können kurzfristig neue Reservierungscodes freigeschaltet werden.

Duschen und Umkleiden geschlossen, viele Attraktionen auch

Ebenfalls wichtig: Umkleiden und Duschen bleiben geschlossen, nur die Toiletten sind geöffnet. Handwaschbecken stehen aber zur Verfügung, ebenso die Kaltduschen an den Becken. Für Wertsachen gibt es abschließbare Wertkästchen, auch eine "begrenzte Zahl" an Spinden soll es geben, so die SWM.

Auch für die Becken in den Bädern gelten maximale Nutzerzahlen, die vom Personal überwacht werden. Ist die jeweilige Maximalzahl erreicht, wird kurzfristig der Zugang zu Badeplattform und Becken gesperrt. Attraktionen wie Sprudelliegen, Strömungskanal oder Wasserpilz bleiben ebenfalls außer Betrieb.

Rutschen und Sprunganlagen an den Becken sind offen – allerdings wird auch hier auf die Abstände geachtet. Geöffnet sind auch Spielplätze und Kinderplanschbereiche. Hier sind die Eltern aufsichtspflichtig. Die FKK-Bereiche sind ebenfalls geöffnet.

Schwimmen in München: Öffnungszeiten der Bäder

Los ging es wegen des schlechten Wetters statt am 8. erst am 11. Juni – passenderweise einem Feiertag (Fronleichnam): Den Anfang machten das Schyrenbad, das Dantebad, das Bad Georgenschwaige und das Prinzregentenbad. Zwei Tage später, am Samstag, folgten dann das Michaelibad, das Westbad und das Ungererbad.

  • Montag bis Donnerstag: ab 10 Uhr
  • Freitag bis Sonntag, an Feiertagen: ab 9 Uhr
  • Frühschwimmer: ab 7 Uhr
  • Schyrenbad: Montag bis Freitag
  • Dantebad: Montag, Mittwoch, Freitag
  • Prinzregentenbad: Dienstag und Donnerstag

Die Münchner Freibäder sind bei schönem Wetter bis 20 Uhr geöffnet. Bei Temperaturen unter 25 Grad und/oder Dauerregen schließen sie bereits um 19 Uhr. Die abendliche Schließzeit wird am Montag und am Donnerstag jeweils für die kommenden Tage festgelegt und im Internet sowie per Aushang an den Bädern veröffentlicht. Der Stadionbereich im Dantebad ist täglich bis 23 Uhr geöffnet.

Liegt die Tageshöchsttemperatur unter 17 Grad, dann sind die Sommerbäder Westbad, Michaelibad und der Sommerbadbereich im Dantebad geschlossen. Das Ungererbad, das Bad Georgenschwaige, das Prinzregentenbad und das Schyrenbad sind an Schlechtwettertagen bis 19 Uhr geöffnet.

Preise für die Freibäder in München

Um die Abwicklung an den Badkassen zu beschleunigen, haben die SWM die Eintrittspreise für den Sommerbadbesuch gerundet: Erwachsene zahlen für eine Tageskarte fünf Euro, Kinder und Jugendliche bis zum 15. Geburtstag sowie Schwerbehinderte drei Euro.

Mit der SWM Bäderkarte reduziert sich der Eintrittspreis um zehn Prozent (4,50 Euro/2,70 Euro). Kinder unter sechs Jahren und München-Pass-Inhaber haben freien Eintritt; ebenso Ferienpass-Inhaber innerhalb der Schulferien.

Lesen sie hier: Münchner Freibäder - Gibt's doch Gratis-Eintritt für Kinder?

 

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