Spontan-Aktion zum Oktoberfest 2017 Sie sind die Retter der Oidn Wiesn

Sabine und Alexander Metz, Ronald Wolf, Johanna Aichmüller, Ute Strohmeyer (v.li.) beim ersten Oidn-Besuch. Foto: privat

Alles für die Oidn Wiesn: Freunde haben zum Jubiläum des Oktoberfests eine Spontan-Aktion gestartet – ihr Einsatz wirkt bis heute.

München - Als Kind ist Alexander Metz mit seinen Eltern traditionell zum Ammer gegangen und danach durch die Zelt gezogen. "Zur einen Tür rein, zur anderen Tür raus, haben wir uns die schön geschmückten Zelte angeschaut, die nach Tannen und Hopfen gerochen haben", sagt Alexander Metz (71). Viele Jahre später hat’s ihm nicht mehr gefallen auf der Wiesn – zu viel Ballermann.

Unterschriften für Oidn Wiesn

Er schaute noch nach den alten Fahrgeschäften, dem Toboggan, dem Rotor und dem Flohzirkus. Von ihnen kann er Gschichten erzählen, die liebt er. Genauso wie der frühere IT-Manager den Schichtl liebt. In den späten 70ern war er Teil der Schichtl-Familie und hat sogar geholfen, die Bude mitaufzubauen. Doch in die Zelte zieht es ihn nicht mehr.

Als er zum 200. Geburtstag des Oktoberfestes mit Freunden auf die Oide Wiesn geht, erinnert ihn das an seine Kindheit. Irgendwann an diesem Abend im September 2010, nachdem die Volksmusiker im Herzkasperlzelt wieder und wieder aufgespielt haben, steigt seine alte Freundin Johanna Aichmüller auf die Bühne. "Gfallt’s euch auch so?", ruft sie ins Mikro und fordert die Gäste auf, für die jährliche Fortführung der Oidn auf einer Speisekarte zu unterschrieben.

17.000 Unterschriften an Ude

Tag für Tag sammelte die Gruppe (dann auch auf einem Formular) Unterschriften für eine jährliche Fortsetzung der Oidn. "Meine Frau, übrigens eine waschechte Berlinerin, war jeden Nachmittag draußen", sagt Metz. Am Ende der Oidn im Jahr 2010, das der Beginn der jährlichen Oidn werden sollte, übergab die Truppe dem damaligen Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) 17 000 Unterschriften. So wurde die Oide zur neuen Lieblingswiesn der Münchner.

 

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