Spieler gehen EHC: Kehraus, Teil eins

Muss gehen: Brandon Dietrich. Foto: sampics/Augenklick

Nachdem der EHC die Playoffs verpasst hat, wird das Team runderneuert. Mit Benda, Kink, Dietrich und Wrigley stehen die ersten Abgänge fest. Hier erklärt Manager Winkler, wer warum gehen muss.

 

MÜNCHEN - Angekündigt hatte es Manager Christian Winkler am Sonntag bei der Saison-Abschlussfeier: Beim EHC beginnt das große Aufräumen. Nach den verpassten Playoffs soll der Umbruch größer werden, mehr Spieler müssen den Verein verlassen.

Heute, Mittwoch, beginnt in der DEL das Viertelfinale – ohne den EHC. Am Dienstag gab es erste Gespräche, Winkler möchte mit jedem Spieler persönlich sprechen. Positiv am frühen Saison-Aus: Es bleibt mehr Zeit, neue Spieler zu sichten. Winkler und Trainer Pat Cortina reisen zu den Playoff-Spielen auf der Suche nach Spielern mit Sieger-Gen. Gestern beobachteten sie die Tölzer Löwen gegen Bad Nauheim und Andreas Pauli, der im nächsten Jahr als 13. Stürmer für den EHC spielen soll.

Am Donnerstag geht’s weiter nach Linz (gegen Klagenfurt), zum Finale der österreichischen Liga. Dann steht Garmisch auf dem Programm: Winklers Wunschstürmer Lubor Dibelka, der im nächsten Jahr der EHC-Torjäger werden soll, muss noch Cortina überzeugen. Klar ist: Bis zu sechs Spieler müssen den EHC für die Neuen verlassen. „Hinter den meisten steht auch heute noch ein Fragezeichen.”, sagt Winkler. Die AZ erfuhr vorab trotzdem schon von den ersten vier Abgängen:

Jan Benda: Der Oldie im Team lief bereits für Hedos München auf. „Er wird auch nicht mehr jünger”, sagt Winkler. Der Stürmer kam im Winter zum EHC, baute immer mehr ab. Zu alt, zu langsam, keiner für die Zukunft beim EHC.

George Kink: Ein Spaßvogel in der Kabine. Der Sohn von Ex-Trainer Georg Kink versuchte den Sprung aus der dritten Liga in die DEL, durfte am Ende oftmals gar nicht mehr mitwirken. Den 30-jährigen ersetzt Düsseldorfs Martin Hinterstocker. Der ist genauso bayerisch, aber eben auch sieben Jahre jünger.

Brandon Dietrich: Für den Stürmer wird es kein fröhlicher Geburtstag. Am Donnerstag feiert der Kanadier seinen 34. – und letzten beim EHC. Nach seinem Kreuzbandriss war er eine der Überraschungen zu Saisonbeginn, aber auch Dietrich baute immer mehr ab.

David Wrigley: Der 31-jährige stand schon länger auf dem Abstellgleis, war zu oft verletzt. „Er kommt zu selten an seine Leistungsgrenze heran”, sagte Winkler während der Saison. Der Kanadier zählte im Meisterjahr in Liga zwei zu den Top-Stars. In der DEL aber konnte er sich nie endgültig durchsetzen. In seinen 38 Spielen erzielte Wrigley lediglich neun Tore.

 

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