Spicery Goldene Zeiten in Haidhausen

Aus der australischen Outland Bar am Weißenburger Platz ist die Spicery geworden – ein gehobenes Thai-Restaurant mit Anspruch auf Authentizität. Foto: Gregor Feindt

Am Weißenburger Platz hat die „Spicery“ eröffnet. Das neue Lokal von den „Yum“-Chefs ist ein edles Restaurant, natürlich mit Thai-Küche – und die wird so authentisch serviert wie möglich

In ein richtiges Thai-Curry gehört nunmal viel Chili und viel Knoblauch“, sagt Peter Bleyle. Er, Frank Schumann und Sumitr Jomsri wissen das. Aber als sie vor Jahren das Yum am Sebastiansplatz eröffneten, war die Thai-Küche noch nicht so verbreitet, noch nicht so viele Münchner durch Reisen mit dem Geschmack von Jomsris Heimat vertraut wie heute. Jetzt halten die Drei die Zeit reif für ihr neues Lokal: Die Spicery.

„Bitte haben Sie Verständnis, dass wir unsere Rezepturen nicht verändern, sie weder schärfer noch weniger scharf, weder mit mehr noch mit weniger dem Gericht zugehörigen Gewürzen und Kräutern zubereiten. Wir wollen Ihnen Speisen so servieren, wie sie in Thailand zubereitet, geschätzt und gegessen werden“, liest dort, wer in dem edlen Ambiente Platz genommen hat, auf der Speisekarte.

Die Spicery ist ein gehobenes Restaurant, Vor- und Nachspeisen gibt’s ab 8,50 Euro. Vergoldete Platten schimmern von der Decke, prachtvolle Buddhas schmücken das in dunklen, warmen Tönen gehaltene Lokal in Haidhausen, die ehemalige Outland Bar. Verschiedene Currys mit Hähnchen oder Schwein, Rind oder Tofu gibt es für 18,50 Euro, Gerichte mit Ente wie „Duck Ginger“ mit Schwarzen Bohnen, Paprika, Ingwer, Shitake, Frühlingsziebeln und Pilzen für 20,50 Euro, eine gebackene Dorade in Knoblauch-Pfeffer-Kräuter-Sauce 22,50 Euro.

Bei den Nachtischen haben die Spicery-Chefs doch wieder Zugeständnisse an den deutschen Gaumen gemacht: Mit einem Crème-Brulée-Trio von Zitronengras, Ingwer und Limette oder dem Mango-Ananas-Chili-Sorbet zum Beispiel. „Thailändischer Nachtisch ist oft sehr farbenfroh, schmeckt für den europäischen Gaumen aber nach süßer Pappe“, sagt Schumann.

Den Klebreis mit Mango hingegen gibt’s in Bangkok wie auf Ko Phangan wie in der Spicery. Seit ein paar Wochen ist geöffnet, und bisher kommt das Konzept mit Authentizität als Priorität gut an bei den Gästen, vielen Yum-Fans und neugierigen Nachbarn. „Wir wollen das gern durchziehen“, sagt Schumann. Und den Weißenburger Platz mit fernöstlicher Würze veredeln. 


Weißenburger Platz 3, täglich 18 – 1 Uhr, www.spicery.asia, Tel.: 67 97 26 80

 

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