Spatenstich Zweite Stammstrecke: Mittwoch geht’s los am Marienhof!

Jetzt wird's ernst - am Mittwoch fällt der offizielle Startschuss zum Stammstrecken-Bau Foto: dpa

Zweite Stammstrecke für München: Am Mittwoch beginnt offiziell der Bau mit dem Spatenstich am Marienhof – dann dürfen die Bürger feiern.

 

München – Nach jahr(zehnt)elanger Planung beginnt am Mittwoch mit dem Spatenstich der Bau der zweiten Münchner S-Bahn-Stammstrecke. Das Milliardenprojekt soll die Kapazitäten der chronisch überlasteten Hauptstrecke durch die Innenstadt fast verdoppeln.

Zum offiziellen Start für das derzeit größte Verkehrsprojekt in Bayern werden Ministerpräsident Horst Seehofer, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (beide CSU), Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Bahnchef Richard Lutz erwartet.

Im Oktober hatten bereits die Vorarbeiten begonnen. Straßen rund um den Hauptbahnhof waren gesperrt, weil Fernwärme- und Fernkälteleitung sowie ein Abwasserkanal verlegt werden mussten. Seit März sind Leitungen am Marienhof an der Reihe. 2018 gehen schrittweise die Hauptbaumaßnahmen los, der Bau der Tunnelröhren und der drei neuen unterirdischen Stationen. Bis zu 40 Meter tief muss gegraben werden. Denn unter der Innenstadt verlaufen bereits der bestehende S-Bahn-Tunnel und verschiedene U-Bahn-Röhren. Deshalb muss der neue, sieben Kilometer lange Tunnel eine Ebene tiefer geführt werden.

Bürgerfest, Infozentrum – und Widerstand

2026 sollen dort die ersten S-Bahnen rollen. Dann kann die Zahl der Züge durch die Innenstadt von etwa 30 auf bis zu 54 steigen. Die Kosten des Projekts werden inklusive eines Risikozuschlags von rund 650 Millionen Euro auf 3,85 Milliarden Euro geschätzt. Nach langem Hin und Her ist seit Ende vergangenen Jahres die Finanzierung geklärt: Gut 1,55 Milliarden Euro übernimmt die Bundesregierung, der Freistaat Bayern rund 1,29 Milliarden Euro, die Stadt rund 160 Millionen Euro. Die Bahn beteiligt sich mit rund 180 Millionen Euro.

Zum Spatenstich wird am Marienhof ein Infozentrum eröffnet und es gibt ein zweitägiges Bürgerfest. Nicht alle freuen sich schon: Vor allem eine Bürgerinitiative im Stadtteil Haidhausen wehrt sich. Die Anwohner fürchten Belästigungen durch die jahrelange Baustelle.

 

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