Sorge um Afrika EU-Parlamentspräsident: 30 Millionen Flüchtlinge nach Europa?

EU-Parlamentspräsident Tajani glaube, dass in den nächsten Jahren bis zu 30 Millionen neue Flüchtlinge aus Afrika nach Europa kommen könnten. Foto: AZ-Montage/Jean-Francois Badias/dpaEmilio Morenatti/AP/dpa

Der neue EU-Parlamentspräsident hat sich in einem Interview besorgt gezeigt, dass noch mehr Flüchtlinge aus Afrika nach Europa kommen könnten - bis zu 30 Millionen seien möglich.

 

Gerade feierte die Europäische Union ihr 60-jähriges Bestehen. Passend dazu hat EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani in der Welt ein Interview gegeben. Seine Aussagen sind durchaus brisant: Denn neben zu regelnden Aufgaben wie dem Brexit, der Wirtschaftskrise und der Terrorbekämpfung sprach er auch über die Flüchtlingssituation in Europa.

Klimatische Veränderungen, Armut, Bürgerkrieg und die Terrororganisation Boko Haram - das seien die großen Probleme in Afrika. Wenn sich die Wüste weiter ausbreitet, könnte es zu neuen Hungersnöten kommen, die Angst vor radikalen Islamisten könnte die Menschen zusätzlich dazu aufrufen, ihre Heimat zu verlassen, so Tajani.

30 Millionen afrikanische Flüchtlinge nach Europa?

Wenn man darauf nicht reagieren würde, könnten in den nächsten zehn Jahren bis zu 30 Millionen neue Flüchtlinge nach Europa kommen.

Neben finanzieller Hilfen müsste man zusammen mit den Vereinten Nationen für eine verstärkte Entwicklungsarbeit kämpfen. Auch die Einrichtung von Auffanglagern unter dem Schutz europäischer Streitkräfte sei möglich.

Es warten große Herausforderungen auf die EU.


Anmerkung der Redaktion: Da bei dieser Thematik erfahrungsgemäß nicht mit einer sachlichen Diskussion zu rechnen ist, sehen wir uns leider gezwungen, die Kommentarfunktion für diesen Beitrag zu deaktivieren.