"Solidarität gegen Hass" Nach der Wahl in München: Spontane Demo gegen die AfD

Die Antifa demonstriert am Gärtnerplatz spontan gegen den Einzug der AfD ins Parlament. Foto: 24mmjournalism

Weil sie um die Demokratie fürchten: 100 Teilnehmer ziehen zum Sendlinger Tor, demonstrieren so gegen die AfD. Unter ihnen Stadtrat Dominik Krause (Grüne).

München - Er hatte Grund zu feiern. Doch Grünen-Stadtrat Dominik Krause zog es nach kurzer Stippvisite auf der Wahlparty seiner Partei auf die Straße. Der 26-Jährige schloss sich einer Anti-AfD-Protestaktion am Gärtnerplatz an. Mit hundert Teilnehmern sei man von dort im Regen zum Sendlinger Tor gelaufen, berichtet Krause. Warum?

"Es ist wichtig, dass man jetzt Kontra gibt." Die Demo-Teilnehmer skandierten: "Wir setzen unsere Solidarität gegen ihre Spaltung und ihren Hass." Die Initiatoren hatten aufgerufen, auf die Straße zu gehen, um gegen den "massiven Rechtsruck" zu protestieren. "Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der man keine Angst haben muss, aufgrund seiner Herkunft oder Sexualität diskriminiert zu werden."

Probleme gab es auf dem Zug zum Sendlinger Tor keine. Die Polizei habe die Straße frei gemacht. Ein paar Teilnehmer zogen dann weiter zur AfD-Wahlparty in der Max-Emanuel-Brauerei. Krause: "Die AfD vertritt keine normale Position innerhalb des demokratischen Spektrums. Mit einigen Aussagen bewegt sie sich außerhalb." Dagegen müsse man sich engagieren. "Es reicht nicht, alle vier Jahre zur Wahl zu gehen." Er hofft auf mehr politisches Engagement der Bürger in den Parteien und gesellschaftlichen Organisationen und fürchtet um nichts weniger als die Demokratie: "Die nächsten vier Jahre werden anstrengend."

 

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