Söders Maibock-Rede „Ich wollte Django nicht toppen“

Markus Söder glänzte bei seiner Maibock-Rede. Foto: dpa

Witzig und schlagfertig: So verblüfft Finanzminister Söder mit seiner Maibock-Rede. Hier erklärt er, wie sein Erfolg als Kabarettist zustande gekommen ist.

 

München - Ist Bayerns Finanzminister Markus Söder wirklich so lustig? Beim Maibock-Anstich hat er alle überrascht mit seinem Talent als Kabarettist. Wer ihm die launige Rede geschrieben hat? „Ich selber“, versicherte Söder gestern. „Und zwar handschriftlich. Am Sonntag früh um acht Uhr. In einer Stunde war sie fertig.“

Natürlich habe er dabei auch Zuarbeiter gehabt, räumt er ein. Das Zitat von König Ludwig II., über das der Nürnberger selber am meisten schmunzelte, hatte er sich von einem Mitarbeiter raussuchen lassen.

Ex-Bundesbauminister Oscar Schneider (CSU) habe ihn mal darauf aufmerksam gemacht, dass Ludwig II. auf seiner „triumphalen Reise durch Franken“ mit dem Gedanken spielte, Nürnberg statt München zur Landeshauptstadt zu machen. Söder gluckste: „Ein für mich fast schockierender Moment. Ludwig der II. sagt: ,Die Bevölkerung dort ist intelligent und durchaus edel und soll sich darin so vorbildhaft von den Münchnern unterscheiden.’"

Inspirieren lassen habe er sich auch von Ministerpräsident Horst Seehofer. „Der hat mich immer gefragt: ,Was sagst?’“. Und von den Reden seiner Vorgänger im Finanzministerium. Die habe er gelesen: „Ich wollte ein bisserl Gefühl für den Maibock bekommen.“ Am Ende aber seien sie ihm zu konservativ gewesen.

Söder wäre nicht Söder, wenn er nach seinem gelungenen Auftritt nicht auf den Putz hauen würde: „Ich wollte ja den Django nicht toppen, aber schon mehr machen als meine Vorgänger in den letzten Jahren.“

 

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