So war das Konzert im Münchener Strom Portugal. The Man verabschieden sich aus Deutschland

Portugal. The Man hatten ihren Durchbruch in Deutschland statt in den USA Foto: Brian Burton

Der Samstagabend hat in München Spuren hinterlassen. Portugal. The Man haben das Strom in seinen Grundmauern erschüttert und mit ihrem letzten Konzert in Deutschland einen gebührenden Abschluss gefeiert, bevor es nach einem Konzert in Wien wieder nach Kanada und die USA geht.

Am Samstagabend hat das Strom in München ein Tor in eine andere Welt geöffnet. Beim Konzert von Portugal. The Man feierte die Indie-Szene über drei Stunden und begab sich in eine Klangwelt, wie sie selbst Pink Floyd oder The Mars Volta nicht besser hätten kreieren können. Den Auftakt gaben die Newcomer von Okta Logue. Die vierköpfige Band aus Darmstadt bereitet sich so gerade auf ihre kommenden Konzerte in den USA vor. Songs aus dem aktuellen Album "Tales Of Transit City", aber auch Klassiker wie "Bright Lights" stimmten die Menge auf die bevorstehende Darbietung von Portugal. The Man ein.

Im direkten Anschluss lieferten die dann auch eine Show, wie sie außergewöhnlicher nicht sein könnte. Statt einer hell erleuchteten Bühne wurden die Musiker mit bunten Projektionen bestrahlt. Passend zum Sound veränderte sich so taktgleich das Bühnenbild. Mit neuen Songs aus dem Album "Evil Friends", aber auch Band-Hymnen wie "All Your Light", schrien sich die Sänger John Gourley und Zachary Carothers die Seelen aus dem Leib. Immer mit dabei die obligatorische Jacke, die beide für gewöhnlich entweder gar nicht ausziehen oder erst dann, wenn sie vom Schweiß gefühlt 100 Kilo wiegt und einfach nicht mehr tragbar ist.

Mehr als tragbar dafür ist aber Schlagzeuger Kane Ritchotte. Das jüngste Bandmitglied von Portugal. The Man drosch während den Improvisationen immer wieder so hart auf die Felle, dass die Boxen an ihre Grenzen stießen. In der ausverkauften Location blieb dabei kein Zuschauer still stehen. Die Menge tanzte sich in Ekstase und verlangte nach Ende des Konzerts lautstark eine Zugabe, die der Veranstalter wegen einer nachfolgenden Party jedoch untersagte.

 

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