Ski alpin: Maria Höfl-Riesch spricht über ihr Karriereende "Allzu viele Sommer werde ich nicht mehr verpassen..."

Maria Höfl-Riesch spricht über ihr Karriereende. Foto: dpa

Ab heute trainiert Skistar Maria Höfl-Riesch in Chile. Davor sprach sie über ihr privates Glück mit Gatte Marcus Höfl, ihre Modekollektion, ihre frühere Freundin Vonn – und ihr Karriereende.

 

MÜNCHEN Sie ist Doppel-Olympiasiegerin, sie war Slalom-Weltmeisterin, sie gewann vergangene Saison den Gesamtweltcup – Maria Höfl-Riesch ist eine der erfolgreichsten Skirennläuferinnen überhaupt. Privat ist die Partenkirchnerin seit der Hochzeit mit ihrem Manager Marcus Höfl ohnehin im Hoch. „Ich bin privat unheimlich glücklich”, sagt sie, „und das ist natürlich die Basis für alles.” Auch für die Vorbereitung auf die kommende Saison. Nach dem Technik-Trainingslager in Neuseeland fliegt die 26-Jährige am heutigen Donnerstag zum Speedtraining nach Chile. Davor sprach sie über:

Ihren neuen Namen: „Klar habe ich mich an den neuen Namen gewöhnt und ich bin stolz darauf, genauso zu heißen wie mein Mann. Im Ski-Weltcup kennt mich der Großteil natürlich unter Riesch, aber die meisten sprechen mich ohnehin mit Maria an. Ich glaube nicht, dass die Erfolge mit der Namensgebung zu tun haben.”

Ihre Beschäftigung in der rennfreien Zeit: „Ich habe schnell wieder angefangen mit dem Konditionstraining, es ging schon im April im Urlaub mit Vollgas los. Dazu habe ich mir im Sommer viele Gedanken gemacht, was mir wichtig ist, dazu unter anderem an meiner eigenen Modekollektion gearbeitet. Hier wird es nach meiner Rückkehr aus Chile die ersten Prototypen geben.”

Ihren Sommer: „Dieses Jahr war es ein bisschen unglücklich. Als wir Anfang August nach Neuseeland geflogen sind, wurde es gerade daheim schön. Natürlich ist es ein bisschen hart, wenn man in den Winter fliegt und zu Hause sind es 30 Grad und die Leute sagen am Telefon, dass sie jetzt schwimmen gehen. Aber ich hatte ja mit Marcus auch eine Woche Sommer in Italien. Und allzu viele Sommer werde ich ja nicht mehr verpassen...”

Ihr Karriereende: „Ich will mich da nicht festlegen. Ich werde von Jahr zu Jahr schauen. Klar, Olympia in Sotschi ist das Ziel. Aber ob 2013, 2014 oder 2015 – ich schaue wie alles zusammenpasst. Und ich muss gesund bleiben. Aber es macht mir nach wie vor wahnsinnig viel Spaß. Es ist eine große Herausforderung auf dem Niveau zu bleiben. Druck habe ich aber keinen mehr.”

Ihre Essgewohnheiten: Ich habe meine Ernährung umgestellt und nicht wie sonst in den Jahren das eine oder andere Frühjahrskilo zulegt. Ich esse insgesamt bewusster, verzichte zu einem Großteil auf Zucker und abends gibt es Trennkost. So habe ich noch mein Wettkampfgewicht vom Ende der vergangenen Saison.”

Ihre frühere Freundin Lindsey Vonn: „Das war auch ein Thema in meinen denkintensiven Beschäftigungen im Sommer, was Ende der letzten Saison passiert ist und wie hier die Zukunft aussehen soll. Ich hege keinen Groll mehr gegen Lindsey, möchte mich dazu aber nicht weiter äußern.”

Ihre Verletzung am rechten Sprunggelenk: „Im Alltag habe ich keine Probleme, nur beim Krafttraining und bestimmten Bewegungen. Aber die kleinen Mikrofrakturen sind ja keine schlimmere Verletzung. Ich hoffe und denke, dass mich das nicht beeinträchtigen wird. In Chile werde ich im Schneetraining probieren, wie es geht.”

 

0 Kommentare