Skandal in Belgrad Rassismus-Attacken: Brasilianer geht weinend vom Feld

Everton Luiz wurde während des Belgrad-Derbys 90 Minuten lang beschimpft. Foto: EPA/MACIEJ KULCZYNSKI

Äußerst hässliche Szenen beim Belgrad-Derby am Wochenende. Der Brasilianer Everton Luiz, Spieler bei Partizan Belgrad, wird so heftig beleidigt, dass er das Spielfeld weinend verlässt.

Belgrad - Das Belgrad-Derby zwischen Rad und Partizan am Sonntag (0:1) ist von einem Rassismus-Skandal überschattet worden. Wie der serbische Sender B82 berichtete, verließ Partizans brasilianischer Fußball-Profi Everton Luiz nach Abpfiff unter Tränen das Feld, weil er während der Partie fortwährend mit Affenlauten von den Rängen verunglimpft worden war.

Außerdem sangen die Fans rassistische Lieder und skandierten "Banane, Banane" und "Lutsch Schwanz, Affe". Als die Rad-Anhänger gegen Ende des Spiels zudem ein an Luiz gerichtetes beleidigendes Banner ausrollten, wurde das Spiel zwischenzeitlich unterbrochen.

Nach dem Abpfiff gestikulierte Luiz zunächst aufgebracht in Richtung der Heim-Fans. Als dann die Situation zu eskalieren drohte, schritten Polizeikräfte ein.

Spieler unterstützen Ausschreitungen

"Ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten, nachdem ich 90 Minuten lang rassistische Beleidigungen von den Tribünen ertragen musste", sagte Luiz anschließend und kritisierte auch seine Gegenspieler: "Ich war aber noch mehr geschockt von den Spielern, die das Verhalten unterstützt haben, anstatt die Situation zu beruhigen."

Partizan-Trainer Marko Nikolic erklärte: "Es ist eine Rückkehr in die Realität des serbischen Fußballs."

Hier sehen Sie den Vorfall im Video:

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