Sieg gegen Turin Eurocup-Durchmarsch: FCBB sichert sich vorzeitig Gruppensieg

Heimrecht im Viertelfinale: Maik Zirbes’ Bayern. Foto: Rauchensteiner/AK

Mit dem 107:81-Sieg gegen Turin sichert sich der FCBB vorzeitig den Gruppensieg im Eurocup.

München - Zur Belohnung gab’s am Ende einen Klaps von Uli Hoeneß auf die Wange von Bayern-Trainer Sasa Djordjevic. Dessen Team hatte am Mittwochabend seinen bislang souveränen Durchmarsch im Eurocup fortgesetzt, die Gäste von Fiat Turin mit 107:81 besiegt und mit dem vierten Sieg im fünften Spiel der Zwischenrunde den Präsidenten zum Strahlen gebracht. Einen Spieltag vor Ende der Zwischenrunde sind die Bayern damit nicht mehr von Platz 1 der Gruppe F zu verdrängen und starten mit Heimrecht ins Viertelfinale, das im Playoff-Modus ausgetragen wird.

Doch die präsidiale Zufriedenheit konnte nicht überdecken, dass sich die Bayern gegen die defensivschwachen Italiener, gegen die man sich schon im Hinspiel bei der 76:90-Pleite blamiert hatte, eine Halbzeit lang sehr schwer taten. Nach einer 44:40-Führung des FCBB zur Hälfte des Spiels gingen die Italiener zu Beginn des dritten Viertels beim 48:46 gar erstmals in Führung – ein Weckruf für die Bayern. Denn fortan gingen Danilo Barthel, Jared Cunningham und Co. deutlich aggressiver und entschlossener zu Werke, mit einem 26:2-Lauf entschieden sie innerhalb von sieben Minuten das Spiel zu ihren Gunsten. Die daraus resultierende 75:50-Führung in der 29. Minute verteidigten sie bis zum Schluss und siegten am Ende mit 107:81.

Danilo Barthel mit "Blut in den Augen"

"Der Coach hat in der Halbzeit gesagt, dass er sehen will, dass wir hungriger werden, dass wir Blut in den Augen bekommen", erklärte Nationalspieler Danilo Barthel, der mit 21 Punkten (acht Rebounds) bester Werfer der Münchner war und zum zweiten Mal in dieser Saison als MVP, also als wertvollster Spieler, eines Eurocup-Spieltags ausgezeichnet wurde. "Wenn wir heiß werden, können wir ein Spiel auch in einem Viertel entscheiden", meinte Barthel. Zugute kam seinem Team freilich auch, dass die Italiener defensiv in der zweiten Halbzeit völlig einbrachen. "Es war eine harte Nacht mit einem guten Ende für uns", meinte Djordjevic. "Es ist gut, die Gruppe als Erster zu beenden." Djordjevic waren aber auch die Schwächen im ersten Durchgang nicht verborgen geblieben. "Wir waren in der ersten Hälfte nicht aggressiv genug. Das haben wir nach der Pause geändert. Das dritte Viertel war vor allem defensiv sehr gut", sagte er.

Im Viertelfinale trifft seine Mannschaft auf die Italiener von Reggio Emilia, gegen die man bereits in der Vorrunde zweimal gespielt hat (83:58 daheim, 82:90 auswärts), auf Unics Kasan aus Russland oder ASVEL Villeurbanne aus Frankreich. Das Hinspiel findet am 6. März im Audi Dome statt. Nicht nur nach Meinung von Uli Hoeneß soll dort noch lange nicht Schluss sein.

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