Sieg gegen Südkorea Handballerinnen bestehen ersten Härtetest bei Heim-WM

Zweiter Sieg im zweiten Spiel: Es läuft bei den deutschen Handball-Damen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Die deutschen Handball-Frauen konnten auch das zweite Spiel bei der Heim-WM gewinnen. Der Mannschaft gelang ein 21:18-Sieg gegen Südkorea – damit liegen die DHB-Damen voll auf Achtelfinalkurs.

 

Leipzig - Zweites Spiel, zweiter Sieg - die deutschen Handballerinnen haben ihren ersten Härtetest bei der Heim-WM mit Bravour bestanden. Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler besiegte Asienmeister Südkorea in Leipzig mit 23:18 (11:10) und liegt damit als Zweiter der Gruppe D klar auf Achtelfinalkurs.

Beste Werferin der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) war die herausragende Friederike Gubernatis mit sieben Toren. Mit einem weiteren Sieg am Dienstag (18 Uhr/Sport1) gegen den punktgleichen Tabellenführer Serbien hätte der EM-Sechste die K.o.-Runde vorzeitig erreicht.

Nach dem Schock über das Turnier-Aus von Kim Naidzinavicius, die sich im Eröffnungsspiel gegen Kamerun (28:15) nach 140 Sekunden einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, kamen die Gastgeberinnen zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Die deutsche Deckung ließ die notwendige Aggressivität vermissen und hatte mit den flinken Südkoreanerinnen erhebliche Mühe.

Torhüterin Clara Woltering bekam zudem vor 5.794 Zuschauern keinen Ball zu fassen - die Folge war ein 5:8-Rückstand (13.). Biegler reagierte und schickte Katja Kramarczyk ins Tor, und seine Ladies steigerten sich. Bis zur Pause ließ die DHB-Auswahl nur noch zwei Tore per Siebenmeter zu und blieb insgesamt 20 Minuten ohne Gegentreffer aus dem Feld.

Das deutsche Angriffsspiel war ohne das Ausnahmetalent Emily Bölk (Fußverletzung) zwar nicht fehlerfrei, doch auch hier steigerte sich die DHB-Auswahl mit der guten Friederike Gubernatis im Verlauf der ersten Halbzeit. Kreisläuferin Julia Behnke glich zunächst aus (9:9/25.) und sorgte zwei Minuten später für die erste deutsche Führung gegen die Südkoreanerinnen, die zum Auftakt überraschend Vize-Weltmeister Niederlande bezwungen hatten (24:22).

Biegler verfolgte das Spiel seiner Mannschaft gewohnt emotional an der Seitenlinie. Der Bundestrainer sagte immer wieder Spielzüge an, wirkte aber auch beruhigend auf seine Spielerinnen ein.

Svenja Huber sorgte per Tempogegenstoß für die erste Zwei-Tore-Führung (14:12/39.). Im Tor war weiter auf die starke Ex-Leipzigerin Kramarczyk Verlass, so setzte sich das DHB-Team vorentscheidend auf 19:15 (48.) ab.

Biegler hatte am Sonntagmorgen für Rückraumspielerin Naidzinavicius Linkshänderin Alicia Stolle von der HSG Blomberg-Lippe nachnominiert. Wunderkind Bölk befindet sich derweil weiter in der Warteschleife. "Sie wird alle Zeit der Welt bekommen. Wir haben da eine Verantwortung für ihren weiteren Karriereweg. Ich schicke keine Spielerin aufs Feld, wo es kein Mensch verantworten kann", sagte Biegler.

Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass Bölk wohl noch im Laufe der Vorrunde zum Team stoßen kann. Vielleicht schon am Dienstag gegen Serbien.

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