Sieg gegen Memmingen Giesinger Glanz: Löwen bauen Tabellenführung aus

Nico Karger feiert seinen Treffer zum 1:0 Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Löwen feiern gegen Memmingen einen 2:0-Sieg und haben wieder acht Punkte Vorsprung, die Fans zünden ein Feuerwerk. Bierofka kritisiert: "Wenn wir spielen wie in der zweiten Hälfte, wird’s schwierig".

 

München - Die Löwen versprühen wieder Glanz. Herbstmeisterschaft? Eingefahren. Zum Rückrundenstart am Freitagabend glitzerte nun die Westkurve des Grünwalder Stadions zur Einlaufmusik "Löwenmut" grün-golden in den Farben der Sechzger, dahinter schoss ein Feuerwerk auf Giesings Höhen hinaus. Ein Riesen-Spruchband zierte golden: "Glanz von Giesing."

Auf dem Spielfeld brannte der TSV 1860 am 20. Regionalliga-Spieltag gegen den FC Memmingen zwar kein Feuerwerk ab und überließ das Glänzen den Fans, die Löwen ließen dem Tabellen-18. mit einer abgeklärten Leistung aber erwartungsgemäß keine Chance. 2:0 (2:0) hieß es am Ende für den Spitzenreiter. Nico Karger (32.) und Kapitän Felix Weber (35.) brachten den TSV mit einem Doppelschlag in Front, schwache Memminger hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen. Weil im Parallelspiel zwischen Verfolger FC Ingolstadt II und der Reserve des FC Bayern der FCB mit 2:0 siegte, hat Sechzig mit nunmehr 44 Punkten deren acht Vorsprung auf Rang zwei.

Bierofka unzufrieden

Ganz zufrieden klang Trainer Daniel Bierofka nach dem Spiel aber nicht: "Wenn wir vom Meistertitel reden, wird es schwierig für uns, wenn wir so spielen wie in der zweiten Hälfte. In der ersten Hälfte war es in Ordnung. Wir haben viele Chancen gehabt, haben es erst im Spielaufbau nicht so schlecht gemacht. Nach der Pause sind wir hektisch geworden." Und auch Torschütze Karger monierte: "Klar habe ich getroffen und bin froh darüber, aber ganz zufrieden bin ich nicht."

Bierofka vertraute derselben Elf wie zuletzt, und diese hätte durchaus früh in Führung gehen können: Phillipp Steinharts Querpass landete bei Sascha Mölders, der per Drehschuss an Torwart Martin Gruber scheiterte (11.). Kurz darauf war Karger durch und wurde nur von Schiedsrichter Thomas Berg wegen Abseits zurückgepfiffen (15.), bevor er im Nachschuss knapp am Kreuzeck vorbei zielte (27.). Mit dem Doppelschlag durch die beiden WG-Kollegen Karger, der nach Zuspiel von Markus Ziereis clever ins linke kurze Eck einschob, und Weber, der nach einer Ecke per Kopf traf, schien das Spiel früh gelaufen.

Memmingen bleibt harmlos

Auch nach dem Seitenwechsel blieben in schwarz gekleidete Memminger harmlos. Die Bierofka-Elf schaltete fortan einen Gang zurück, nicht ohne sich einige Möglichkeiten zu erspielen: Der starke Benjamin Kindsvater verpasste nach schöner Kombination einen weiteren Treffer (63.), bevor die Sechzger-Abwehr um Weber und Jan Mauersberger ihre Nebenmannen nach zwei Halbchancen des FCM wortgewaltig wachrütteln musste. Am Sieg und insgesamt ausgelassener Sechzger-Heimsieg-Stimmung gab’s auch trotz ein, zwei fahrlässig vergebener Konter wie etwa dem Heber von Geburtstagskind-Joker Christian Köppel (wurde 23) in der Schlussminute nichts mehr zu rütteln.

Bemerkenswert: Die 1860-Ultras sorgten nicht nur für Glanz und Glitzer, sie hatten auch mehrere Botschaften parat. Nebst Kritik an Präsident Robert Reisingers scharfer Attacke an den Pyro-Verstößen von Augsburg und Ärger über zu hohe Essenspreise stand dort geschrieben: "Freiwillig vom Himmel in die Hölle? Nieder wieder Olympiastadion!" In lauten Sprechchören forderten die Fans: "Baut das Sechzger aus, baut das, baut das, baut das Sechzger aus." Nur zu gerne würden sie Giesing und dem Grünwalder auch in fernerer Zukunft Glanz verleihen.

 

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