"Sie war manipulativ" Heute vor 18 Jahren starb Prinzessin Diana in Paris

Prinzessin Diana war die meistfotografierteste Frau ihrer Zeit. Heute jährt sich ihr Todestag zum 18. Mal. Mehr Bilder ihres Lebens zum Durchklicken. Foto: dpa

Heute vor 18 Jahren starb Prinzessin Diana bei einem Autounfall in einem Pariser Tunnel. Das rosarote Idealbild der ehemaligen "Königin der Herzen" hat mittlerweile deutlich mehr dunkle Flecken. Diana soll manipulativ und aufmerksamkeitssüchtig gewesen sein.

 

London - Heute jährt sich Dianas Todestag zum 18. Mal, doch noch immer sind Diana-News Welt-Nachrichten - egal, wie fragwürdig sie auch sein mögen. Zwar ist das Interesse an der "Königin der Herzen" in den vergangenen Jahren merklich abgeflacht - vor allem, seit die angeblich einst böse Schwiegermutter, Queen Elizabeth II., so beliebt wie nie zuvor ist, und Dianas Ältester, Prinz William, seine Frau Kate und die Kinder George und Charlotte das perfekte Familienbild abgeben. Doch eines ist sicher: Der Mythos Diana lebt weiter.

Trotz einer umgerechnet mehr als eine Million Euro teuren öffentlichen Untersuchung, die zu dem Schluss kam, Diana starb mit 36 Jahren in einem Tunnel in Paris, weil ihr Fahrer betrunken und sie nicht angeschnallt war, und Fotografen ihr hinterherjagten, glauben bis heute Unverbesserliche an Mord. Entweder soll es die Königsfamilie gewesen sein, oder der britische Geheimdienst, weil sie eine Beziehung zum muslimischen Millionenerben Dodi Al-Fayed hatte.

Manipulativ und aufmerksamkeitssüchtig

Prinzessin Diana wird so schnell wohl nicht zu Ruhe kommen, auch wenn das rosarote Idealbild, das nach ihrem Tod von ihr entstand, heute deutlich mehr dunkle Flecken hat. Manipulativ soll sie gewesen sein und aufmerksamkeitssüchtig. Keinen Zweifel gibt es lediglich an ihren Fähigkeiten als Mutter für Prinz William und Prinz Harry.

Doch warum kann die Welt Diana nicht vergessen? Cristina Odone, Kommentatorin beim königshausnahen "Daily Telegraph", glaubt wie viele andere, dass es an ihrer unnachahmlichen Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit liegt, die sie nach Außen repräsentierte. Mit ihren Eheproblemen oder der Feindschaft gegenüber ihrem eigenen Körper habe man sich identifizieren können, genauso aber auch mit ihren Triumphen: "Wenn sie ihre Schüchternheit, ihre Bulimie und ihre Bitterkeit überwand und glänzte, dann glaubten wir, dass wir das auch schaffen können."

Wichtige Stationen ihres Lebens

1. Juli 1961: Die spätere Prinzessin von Wales wird als Diana Frances Spencer auf dem königlichen Gut Sandringham geboren. Ihre Kindheit bezeichnet sie später selber als "unglücklich".

1979 bis 1981: Arbeit als Kindergärtnerin in London.

29. Juli 1981: Hochzeit mit dem britischen Thronfolger Prinz Charles in London.

21. Juni 1982: Sohn William wird geboren.

15. September 1984: Sohn Harry kommt zur Welt.

Juni 1992: Andrew Morton veröffentlicht das Buch "Diana - ihre wahre Geschichte". Die Eheprobleme von Charles und Diana kommen ans Tageslicht.

9. Dezember 1992: Der damalige Premierminister John Major gibt die Trennung von Charles und Diana im Parlament bekannt.

29. Juni 1994: Prinz Charles gesteht in einem Fernsehinterview eheliche Untreue, ohne den Namen der Frau zu nennen.

20. November 1995: Diana gesteht in einem BBC-Fernsehinterview ihre Affäre mit dem früheren Leibwächter und Reitlehrer James Hewitt.

28. August 1996: Die Ehe mit Prinz Charles wird geschieden.

8. August 1997: Diana besucht Minenopfer in Bosnien und fordert wie schon in Angola ein weltweites Verbot von Anti-Personen-Minen.

31. August 1997: Diana kommt mit 36 Jahren in Paris mit ihrem Liebhaber Dodi Al Fayed bei einem Autounfall ums Leben. Massentrauer in Großbritannien.

6. September 1997: Diana wird nach einer weltweit übertragenen Trauerfeier in der Westminster Abbey in London auf dem Familiengut Althorp beigesetzt.

 

0 Kommentare