Show geplatzt Schuhbeck-Fans sauer: Veranstalter insolvent!

Bedauert den Vorfall zutiefst: Starkoch Alfons Schuhbeck. Foto: dpa

NÜRNBERG Sandra Glinka ist großer Alfons Schuhbeck-Fan. Umso mehr freute sich die Nürnbergerin, als ihr Mann ihr Tickets für die Kochshow in Nürnberg zum 30. Geburtstag schenkte. Doch als das Paar am Donnerstagabend an der Meistersingerhalle ankam, standen enttäuschte Schuhbeck-Fans bereits Schlange: Die Show sei schon lange abgesagt, der Veranstalter – die Palatin Music GmbH – insolvent. „Erst konnte ich’s gar nicht glauben. Dann war ich einfach nur enttäuscht!”

 

Auch Alfons Schuhbeck ist sauer: „Ich bedauere das zutiefst und bin verwundert, dass der Veranstalter die Kunden nicht informiert hat”, so der Starkoch zur AZ. „Bei einer weiteren Show, die mit der Palatin Music GmbH in Mühlheim/Ruhr geplant war, lief die Kundeninformation problemlos”, wundert er sich.

Das bezahlte Geld ist wahrscheinlich futsch

Die 40 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr, die Hunderte für die geplatzte Show bezahlten, sind wahrscheinlich futsch. Theo Kummann, Sprecher des Insolvenzverwalters Holger Zbick: „Kunden, die Ansprüche geltend machen möchten, haben noch bis 24.Mai die Möglichkeit, dies schriftlich zu tun. Sie haben dann die Chance auf eine so genannte Quotenzahlung.” Im Moment gehe er davon aus, dass die Quote bei ein bis zwei Prozent vom Kaufpreis liege – ob das den Aufwand wert ist? „Das muss jeder für sich selbst entscheiden!”


Sind auch Sie betroffen? Richten Sie Ihre Forderung an die Anwaltskanzlei Zbick & Deckert, Marktplatz 2-4, 48712 Gescher. Alfons Schuhbeck bietet zudem an: „Sie können sich auch an info@schuhbeck.de wenden. Dann stellen wir gerne den Kontakt zum Insolvenzverwalter her!”
Und: Einige Vorverkaufsstellen erstatten wenigstens die bezahlten Gebühren.

Konzertfans sollten sich die Palatin Music GmbH merken. Sie fiel schon 2010 unangenehm auf, weil sie eine Volksmusikveranstaltung erst einige Male verschob – und schließlich platzen ließ. Auf ihr Geld warten die geprellten Kunden wohl noch heute... Kathrin Esberger

 

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