Shandiz Neue Blüte im Orient

Im Shandiz fühlen sich Stammgäste nach wie vor wohl – und Neugierige entdecken neue Facetten der iranischen Kulinarik. Foto: Gregor Feindt

Das „Shandiz“ an der Dachauer Straße hat sich in eine neue Richtung entwickelt: Hier sollen persische Tradition und Moderne miteinander verschmelzen. Das zeigt sich auch auf der Karte

 

Amin und Nora Salehi sind stolz – drei Monate hat es gedauert, ihrem „Shandiz“, ihr Orient-Garten, einen neuen Look und eine neue Richtung zu geben. Und ihr Lokal ist voll. Seit 2006 führen sie das persische Restaurant an der Dachauer Straße, vom Vorbesitzer haben sie es übernommen und erst einmal gelassen, wie es war.

Jetzt kam die Möglichkeit, das Shandiz zu vergrößern – „und wir wollten nicht mehr das altpersische Konzept, sondern Moderne und Tradition verschmelzen“, sagt Amin Salehi. „Wir haben viele Landsleute als Gäste, aber wir wollen uns auch bei den Deutschen bekannter machen.“

Das Shandiz ist jetzt einladender gestaltet: „Vorher war es dunkel, etwas angestaubt“. Die abgehängte Decke ist verschwunden, die großen Fensterfronten können die Amins an warmen Tagen öffnen. Draußen an der Dachauer Straße gibt es Sitzgelegenheiten, innen brechen bunte Malereien durch das Mauerwerk. Glitzernde Kronleuchter, silbern verschnörkeltes Gedeck. Auf einem Flachbildschirm gibt eine Slideshow den Gästen einen Eindruck von den Speisen, die sie auf der Karte erwarten.

„Die iranische Küche ist in München noch nicht so bekannt“, sagt Amin. „Wir haben viele Gerichte so verfeinert, dass sie für den europäischen Gaumen interessanter sind, haben mit unseren typischen Zutaten experimentiert – Safran, Granatapfel, Kardamom. Viele kennen aus der persischen Küche nur die typischen Fleischspieße – wir haben jetzt viele andere Gerichte aus unserer Heimat.“

Einen zart geschmorten Hühnchenschenkel etwa, der mit Safranreis mit Mandel, Pistazie und Rosinen serviert wird (12,90 Euro). Reis ist das große Thema der Küche, länglicher Basmatireis in verschiedensten Zubereitungsarten – Linsenreis, Dillreis, Berberitzenreis. Neben den typischen orientalischen Vorspeisen gibt es kleine Gaumenfreuden, die gern als Snack zu Wein oder Bier bestellt werden– persische Salzgurken, Schafskäse mit Kräutern.

Eine Reihe Salate mit persischem Touch für Figurbewusste, und neben den typischen Grillspezialitäten wie Spießen von Huhn und Lamm (10,50 – 24,90) auch vegetarische Gerichte wie den Kürbis, mit Pflaumen gekocht in Safran-Granatapfel-Linsensauce (10,90).

Dazu gewinnen die Gäste, die noch nie persisch Essen waren, noch einen neuen Eindruck: Den der iranischen Gastfreundschaft und Herzlichkeit.


Dachauer Straße 50, täglich 11.30 – 23 Uhr, www.schandiz.de, Tel.: 59 947 986

 

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