Auszug aus Hellabrunn Servus, München! Diese Tierkinder müssen umziehen

, aktualisiert am 23.07.2019 - 18:07 Uhr
Porto statt München: Panda-Mädchen Shamina ist umgezogen. Foto: Tierpark Hellabrunn/Teresa Guedes

Hellabrunns Panda-Mädchen ist Anfang des Monats nach Porto gezogen. Sie ist nicht das einzige Tierkind, das den Zoo verlassen muss. 

 

München - Erst im vergangenen Jahr wurde das kleine Panda-Weibchen Shamina im Münchner Tierpark Hellabrunn geboren, vor drei Wochen ist sie nun von München nach Porto gezogen. Dort lebt sie zukünftig mit einem weiteren Weibchen aus Lissabon gemeinsam auf einer Anlage.

Schon im Juni wurde Shamina in der Panda-Anlage und hinter den Kulissen an die Transportkiste gewöhnt, um den Umzug nach Porto optimal vorzubereiten. Die Reise Anfang Juli war dann ganz unkompliziert und entspannt, heißt es aus dem Zoo.

Und auch die Ankunft im neuen Zuhause: „Die Kollegen aus dem Zoo Santo Inácio in Porto haben uns bereits wenige Tage nach der Ankunft von Shamina berichtet, dass sie sich sehr gut in ihrer neuen Anlage eingewöhnt hat“,  sagt Kuratorin Lena Bockreiß.

Rote Pandas sind schon ab einem Alter von etwa 18 Monaten geschlechtsreif. Darum war es notwendig, ein neues Zuhause für Shamina zu suchen. Sonst hätte die Gefahr bestanden, dass sie sich mit ihrem Vater Justin paart.

Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) könnte es durchaus sein, dass es bei den beiden Hellabrunner Pandas Miu und Justin noch weiteren Nachwuchs gibt. „Wir lassen uns da gerne überraschen“, sagt Tierpark-Direktor Rasem Baban.

Auch weitere Tierkinder müssen München verlassen

Auch für weitere Tierkinder aus Hellabrunn wird es demnächst auf große Reise gehen: Zur Zeit werden Faultier-Nachwuchs Sid und Fischkatze Silwa hinter den Kulissen an Transportkisten gewöhnt und auf den Tiertransport vorbereitet. Wohin Silwa und Sid ziehen, ist aber noch nicht final entschieden.

Ein Austausch von tierischem Nachwuchs zwischen Zoos ist im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes vorgesehen, um eine genetische Diversität von in Zoos lebenden Tieren zu gewährleisten und vom Aussterben bedrohte Tierarten zu erhalten. Aktuell gibt es über 150 Europäische Erhaltungszuchtprogramme, die sich vor allem um die Erhaltung von Säugetieren, aber auch Vögel, Amphibien, Reptilien und Fische kümmern.

Der Tierpark Hellabrunn nimmt aktuell an 35 EEPs teil. Zudem gibt es noch Europäische Zuchtbuchprogramme (ESB) der europäische Zoogemeinschaft EAZA – im Rahmen der ESB werden nochmals 140 Tierarten koordiniert gezüchtet, Hellabrunn beteiligt sich mit 27 Arten daran.

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