Seriensieger Mannheim EHC gewinnt in Ingolstadt und bleibt Erster

Machte in Ingolstadt den Sack zu: Michael Wolf. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der EHC Red Bull München hat das oberbayerische Derby beim ERC Ingolstadt mit 5:2 gewonnen und sicherte sich so fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale.

München - Der EHC Red Bull München bleibt nach einem 5:2 (3:0, 1:2, 1:0)-Erfolg beim ERC Ingolstadt Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga. 

Vor 3.950 Zuschauern erzielten Dominik Kahun, Jason Jaffray, Yannic Seidenberg, Steve Pinizzotto und Michael Wolf die Treffer für das Jackson-Team. Durch den Sieg sicherten sich die Roten Bullen fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale.

Die Münchner gingen in der dritten Minute in Führung, weil Dominik Kahun einen Scheibenverlust von Panther-Schlussmann Timo Pielmeier bestrafte. Ingolstadt reagierte mit guten Angriffen auf den Gegentreffer, war den Gästen in puncto Effektivität aber deutlich unterlegen. Jason Jaffray (10.) und Yannic Seidenberg (11.) beendeten mit einem Doppelschlag binnen 65 Sekunden den Arbeitstag von Timo Pielmeier. Marco Eisenhut ersetzte den Nationaltorhüter.

Im zweiten Drittel verteidigten die Roten Bullen ihre Führung nicht nur, sie erhöhten durch Steve Pinizzotto sogar auf 4:0 (28.). Nach der vermeintlichen Vorentscheidung verlor München jedoch die Linie. Die Schanzer nutzten dies aus und meldeten sich mit zwei Treffern zurück. Petr Taticek (30.) und Thomas Oppenheimer (40.) sorgten für Spannung vor dem Schlussabschnitt. Zu Beginn der letzten 20 Minuten spielten die Gäste wieder aggressiver.

Yannic Seidenberg hatte das 5:2 auf dem Schläger, verzog aber knapp (46.). In der 50. Minute läutete Patrick McNeill mit seiner Chance die Schlussoffensive der Panther ein. Danny aus den Birken rückte nun in den Fokus, der Münchner Torhüter ließ aber keinen weiteren Gegentreffer zu. In der Schlussminute erzielte Michael Wolf per Empty-Net-Treffer den 5:2-Endstand.

EHC-Keeper Danny aus den Birken: "Wir haben gut gespielt und waren das dominierende Team. Es war ein verdienter Sieg. Unsere wenigen Fehler hat Ingolstadt direkt bestraft. In den Playoffs wird uns das nicht passieren."

Seriensieger Mannheim

Die Adler Mannheim haben ihre Siegesserie in der DEL fortgesetzt, den Sprung auf Platz zwei aber verpasst. Der siebenmalige Meister setzte sich im Spitzenspiel der 47. Runde gegen den Tabellenzweiten Nürnberg Ice Tigers nach Verlängerung mit 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0) durch und feierte den achten Erfolg nacheinander. Nürnberg blieb dank der besseren Tordifferenz vorne.

Die Kölner Haie sitzen dem Duo im Nacken. Nach dem 2:0 (0:0, 2:0, 0:0) gegen die tief in der Krise steckenden Eisbären Berlin hat der KEC zwei Punkte weniger auf dem Konto, allerdings auch noch ein Spiel weniger absolviert.

Lesen Sie hier: EHC-Star Jaffray - "Ich war einer Tragödie sehr, sehr nahe"

Erster Verfolger ist Vizemeister Grizzlys Wolfsburg, dem zwei Tage nach dem 5:3 in München ein weiterer Sieg gelang. Die Niedersachsen bezwangen den Neuling Fischtown Pinguins Bremerhaven nach furioser Aufholjagd mit 7:6 (0:0, 2:3, 5:3) und können bereits für die Runde der besten Acht planen. Dies gilt auch für die sechstplatzierten Augsburger Panther, die 4:3 (2:1, 1:2, 0:0, 0:0) im Penaltyschießen gegen die Iserlohn Roosters gewannen.

Dagegen könnten die Eisbären im schlimmsten Fall sogar die Pre-Play-offs verpassen. Nach der Niederlage in Köln, die Dane Byers (30.) und Nico Krämmer (38.) besiegelten, liegt Berlin weiterhin auf dem zehnten Platz. Dieser berechtigt gerade noch zur Teilnahme an der ersten Play-off-Runde. Weil aber auch die Verfolger Schwenningen Wild Wings (2:4 gegen Krefeld Pinguine) und Iserlohn nicht gewannen, hat Berlin noch sieben Punkte Vorsprung auf das Duo und acht auf die Düsseldorfer EG, die 3:1 (0:1, 0:0, 3:0) bei den Straubing Tigers gewann.

Christoph Ullmann (14.) und Garrett Festerling (41.) brachten Mannheim zweimal in Führung, zweimal glich DEL-Rekordtorjäger Patrick Reimer aus (14. und 57.). Verteidiger Denis Reul sorgte in der Overtime für die Entscheidung (65.). In Wolfsburg führten die Gäste zweimal mit zwei Toren Vorsprung. Doch die Grizzlys kämpften sich beide Male zurück und siegten am Ende durch späte Treffer von Brent Aubin (58.) und Christoph Höhenleitner (59.).

 

0 Kommentare