Serien-Meister FC Bayern Joshua Kimmich: Bei Bayern kannst du nach einem Sieg nicht feiern

Joshua Kimmich (r.) ist beim FC Bayern als Rechtsverteidiger gesetzt. Foto: imago/ZUMA Press

Joshua Kimmich gehört beim FC Bayern mittlerweile zum Stammpersonal. In einem Interview hat er nun erklärt, weshalb Siege beim deutschen Rekordmeister nicht so ausgelassen bejubelt werden, wie bei anderen Bundesliga-Vereinen.

 

München - Seit vier Saisons spielt Joshua Kimmich mittlerweile beim FC Bayern – mit seinen gerade mal 23 Jahren gehört der Defensiv-Allrounder schon jetzt zu den absoluten Leistungsträgern im Münchner Star-Ensemble. Auch unter Niko Kovac ist Kimmich gesetzt, der Rechtsverteidiger verpasste in dieser Spielzeit bisher keine einzige Pflichtspielminute.

In einem Interview hat der Nationalspieler jetzt erklärt, dass der kroatische Coach auch in der Zukunft mit ihm auf der Rechtsverteidiger-Positon plant: "Er hat mir relativ klar gesagt, dass ich hier als Rechtsverteidiger spielen werde, weil wir im Mittelfeld genügend Spieler haben und auf der Außenverteidiger-Position einfach ein bisschen unterbesetzt sind", so Kimmich im Gespräch mit "Eurosport".

Dass der 23-Jährige jedoch vielseitig einsetzbar ist, hat er in der Vergangenheit schon des Öfteren bewiesen. "Bei Bayern habe ich eigentlich fast schon jede Position gespielt. Als ich gekommen bin (Saison 2015/16, d. Red.), habe ich das erste halbe Jahr auf der Sechs gespielt, danach in der Innenverteidigung, jetzt als Außenverteidiger. Bei Pep Guardiola wurde ich damals überall mal reingeworfen", so Kimmich weiter. Zuletzt durfte er in der Nationalmannschaft sogar wieder auf seiner eigentlichen Stammposition im defensiven Mittelfeld ran – für Kimmich selbst kam diese Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw "etwas überraschend".

Kimmich: Bei uns geht es immer Schlag auf Schlag

Kimmich bestritt in seiner ersten Saison in München bereits 32 Pflichtspiele – im Gegensatz zu seinem vorherigen Verein RB Leipzig lief bei den Bayern vor allem nach den Spielen so einiges anders. Ihm zufolge werden Siege beim Serien-Meister nicht so sehr gefeiert, wie bei anderen Klubs. "Hier bei Bayern München ist es nicht so, dass du nach einem Sieg feiern kannst. Es ist eher so, dass du weißt 'Jetzt habe ich drei Tage meine Ruhe, weil jetzt erstmal keiner was sagen kann'. Das habe ich zum Beispiel aus Leipzig anders gekannt – da waren es immer enge Duelle, man wusste, man kann jedes Spiel verlieren. Da wurde der Sieg noch mehr gefeiert. Hier in München wird es einfach mehr vorausgesetzt und es ist mehr 'Pflichtaufgabe erfüllt'".

Die Bayern eilen momentan von einer englischen Woche zur nächsten – viel Zeit zum Jubeln bleibt da ohnehin nicht. "Natürlich ist es auch wichtig, dass man einen Sieg genießt, (…) auf der anderen Seite geht es bei uns immer Schlag auf Schlag. Ein Tag nach dem Spiel wird es analysiert und fast noch am gleichen Tag bereitet man sich auf den nächsten Gegner vor", so Kimmich.

Der nächste Gegner für die Bayern ist Hertha BSC Berlin am Freitagabend. Auch dann wird Kimmich wieder auf der Rechtsverteidiger-Position starten. Möglicherweise haben die Bayern nach dem kleinen Stimmungsdämpfer gegen den FC Augsburg (1:1) dann auch wieder etwas zum Feiern. Wenn auch nur kurz...

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