SEK-Einsatz gegen Geldautomatensprenger Germering: Sechsstelliger Schaden - fünf Polizeiautos zerstört

Die Polizei untersucht den Tatort an der Spardabank in Germering. Foto: AZ

Bei der Festnahme eines Automatenknackers (27) wurden in Germering fünf Polizeiautos zerstört - der Schaden ist erheblich.

 

München - Die Aufarbeitung des SEK-Einsatzes in Germering wird die Polizei noch längere Zeit beschäftigen. Wie die AZ aus Ermittlerkreisen erfuhr, soll der Schaden an den fünf Polizeiautos annähernd so hoch sein, wie die Summe, fast 300.000 Euro, die sich in dem Geldautomaten befand, den die beiden Täter mit Gas in die Luft jagen wollten.

Wie berichtet, konnten die SEK-Beamten die Sprengung des Geldautomaten verhindern. Aber nicht, dass der eine der beiden Täter bei dem Versuch zu flüchten, zwei Polizeidienstwagen schrottete und drei weitere massiv beschädigte.

Sein Fluchtfahrzeug, ein geklauter, 450 PS starker Audi, war von den Polizisten eingekeilt worden, um den Automatenaufbrecher an der Weiterfahrt zu hindern. Doch der 27-Jährige gab Gas, versuchte, die Polizeiautos wegzuschieben, indem er den Audi als fahrenden Rammbock benutzte.

Dabei klemmte er einen Polizeibeamten zwischen zwei Fahrzeugen ein. Er erlitt dabei einen Schien- und Wadenbeinbruch.

Um den Mann zu stoppen, eröffneten die SEK-Beamten das Feuer. Die Polizei bestätigte am Freitag, dass sie insgesamt 29 Schüsse abgegeben hatten. Der Audi war danach durchsiebt, mehrere Geschosse durchschlugen die Frontscheibe.

27-Jähriger wurde von zwei Schüssen getroffen

Am Freitag gab die Polizei bekannt, dass der 27-Jährige – nicht wie bislang gemeldet – von einem, sondern von zwei Schüssen in die Schulter getroffen wurde.

Der Mann wurde inzwischen aus der Klinik, wo er noch am Mittwoch operiert worden war, in die Krankenabteilung der Justizvollzugsanstalt Stadelheim verlegt.

Der Mittäter, der im Chaos und Kugelhagel fliehen konnte, ist noch nicht gefasst.

 

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